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01.10.2009

Massenansturm auf Campus

Da war selbst Organisator Reinhold Demel, Chef der Arbeitsagentur Augsburg, überrascht. Mit einem solchen Ansturm auf den 1. Hochschulinformationstag in Augsburg hatte er nicht gerechnet. "Wir haben 100 Bildungseinrichtungen aus Bayern und 40 Hochschulen aus In- und Ausland eingeladen. Die Resonanz ist überwältigend", sagte er. So charterten beispielsweise Kemptener Schulen sechs Reisebusse für die Fahrt nach Augsburg.

Zeitweise schoben sich die mehr als 9000 Schüler der 11. bis 13. Klassen gegenseitig mehr vorwärts, als dass sie liefen. Sie konnten sich über Ausbildungs- und Zukunftsperspektiven informieren. Die übervollen Gebäude sorgten bei einigen Jugendlichen für Verdruss. "Die Idee eines solchen Tages ist wirklich gut, aber es ist viel zu voll", beklagte beispielsweise Irina Kreitsch vom Peutinger-Gymnasium. So sieht es auch Salvatore Manno aus Weißenburg. "Es sind einfach zu viele. Das Verhältnis von Schülern zu Vortrags- und Informationsangeboten müsste ausgewogener sein", findet er.

Schüler beklagen Überfüllung

Diese Auffassung teilen auch Eva Klement und Denis Kauk von der FOS/BOS Augsburg. "Man hat fast keine Chance, in die Informationsveranstaltungen zu kommen", ärgert sich Eva, Denis hätte sich mehr Orientierungshilfen gewünscht. "Ich bin zum ersten Mal hier. Die Massen und der große Campus wirken im ersten Moment erschlagend." Beide wollen sich über das Lehramtsstudium informieren.

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Euphorischer sind die Vertreter der Hochschulen. "Wir waren skeptisch, ob es sich für uns lohnt, aber es ist viel besser als auf so mancher Messe. Wir kommen auf jeden Fall wieder", freute sich Iris Parth vom Management Center Augsburg. Bereits nach 45 Minuten hatte sie kaum noch Werbematerialien, so groß war der Ansturm. Zufrieden war auch Professor Lienhard Hopfmann von der Hochschule Kempten. "Man muss die Schüler wegen der Massen zwar gezielt ansprechen, aber dann entstehen interessante Gespräche und wir können den Jugendlichen die berufliche Vielfalt und Studiengänge näher bringen", so Hopfmann. Irina weiß bereits, was sie will: Wirtschaftsrecht soll es sein. Für sie stellt sich nur noch die Frage, ob in Konstanz, München, Bayreuth oder Augsburg.

Demel will für die Veranstaltung im kommenden Jahr weitere Gebäude hinzunehmen. "Die Teilnehmerzahl ließ sich vorher schlecht abschätzen. Es ist die erste Auflage."

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