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Senkelbach

27.10.2011

Mazda-Museum im ehemaligen Tramdepot

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Das frühere Verwaltungsgebäude der Verkehrsbetriebe direkt am Senkelbach ist das markanteste Gebäude auf dem Areal an der Wertachstraße. Die Hallen erstrecken sich aber hunderte Meter nach hinten.
Bild: Fotos: Ruth Plössel

Autohaus Frey kauft Areal von den Stadtwerken

Die Unternehmerfamilie Frey (Eigentümer der gleichnamigen Mazda-Autohäuser) hat das alte Tramdepot am Senkelbach gekauft. Das Areal aus dem Jahr 1897 nahe der Arbeitsagentur in der Wertachstraße steht unter Denkmalschutz. Die Freys wollen in der Wagenhalle ein Mazda-Museum für Europa einrichten, kündigte Joachim Frey an.

Die Stadtwerke benutzten die Hallen seit Jahren nicht mehr. Seit 1998 sind mehrere Firmen und Ateliers als Mieter auf dem Areal. In der Vergangenheit hatte es auch Überlegungen gegeben, dort ein Straßenbahnmuseum einzurichten.

Nun soll es stattdessen ein Automuseum werden. Mit der Konzernzentrale in Japan sei das Projekt abgesprochen, so Frey. Etwa 200 Mazdas aus der ganzen Welt haben die Freys in ihrem Besitz. Senior-Chef Walter Frey hatte das Sammeln begonnen, seitdem kämen jährlich weitere Fahrzeuge dazu. Für die Museumsgestaltung werde man sich beraten lassen, so Frey. „Auch Mazda ist mit im Boot.“ Einen festen Zeitplan gibt es noch nicht. Man hoffe, in drei Jahren mit dem Museum starten zu können. „Das war ja überhaupt der Ausgangspunkt für den Kauf des Areals. Je eher, desto besser“, so Joachim Frey.

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Mit derartig großen Immobilien haben die Autohändler bisher wenig Erfahrung, sagen sie zu. Im Großen und Ganzen wolle man die Substanz auf dem Areal erhalten, so die Brüder Joachim und Markus Frey. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz soll aber saniert werden, etwa das frühere Verwaltungsgebäude der Straßenbahn mit seinen Erkern und Türmchen an der Vorderseite des Areals. Hier seien Wohnungen eine mögliche Nutzung. Momentan ist dort noch der Kreisjugendring ein Mieter. Der Großteil der Mieter soll weiter auf dem Gelände bleiben können. Auch Werkstätten für Handwerksbetriebe wären eine Möglichkeit. Eine Luxussanierung mit ausschließlicher Wohnnutzung sei nicht geplant.

Erhalten werden soll auch der Kamin auf dem Areal, auf dem früher auch die Polizei ein Mieter war. Unter anderem gab es einen Schießstand im Keller. Der Kamin wird nicht mehr genutzt. Im oberen Teil seien aber einige Reparaturen nötig.

Über den Kaufpreis vereinbarten die Freys und die Stadtwerke Stillschweigen. Eingefädelt hatte das Geschäft Bürgermeister Hermann Weber, der auch den Holl-Stadel nahe des Schlachthofs als Standort für das Museum vorschlug – allerdings war der zu klein. Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Walter hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Interessenten für das Gelände gegeben, mit denen man sich aber nicht einig wurde. Ein Teil der Anlage gilt als sanierungsbedürftig.

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