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Augsburg

20.06.2018

Mehr Sicherheitskräfte und neue Poller bei den Sommernächten

An den Einfahrten zur Annastraße wurden neue Poller aufgebaut. Sie werden während der Sommernächte getestet.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Sicherheit wird bei den Sommernächten groß geschrieben: Fast die Hälfte des Budgets wird dafür verwendet. Und die Stadt testet neue Poller.

Seit Dienstag sind die Aufbauarbeiten für die Sommernächte, die am Donnerstag starten, in vollem Gang. Neu in diesem Jahr sind erstmals massive Absperrungen an den Eingängen zur Annastraße, die als Schutz gegen einen Terroranschlag mit Lkw gedacht sind. Die Barrieren wurden am Dienstag aufgebaut. Sie halten mindestens einem 7,5-Tonner, der mit 50 Stundenkilometern fährt, stand, so Francis Seijas, Chef des Schweizer Herstellers Consel.

Die Stadt hat die Sperren, die verschiebbare Poller haben, um tagsüber Lieferverkehr und abends Rettungswagen und Feuerwehr durchzulassen, gemietet. „Wir wollen sehen, ob die Funktionalität gegeben ist“, so Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD).

Die Miete beträgt rund 12.000 Euro. Sollten sich die Sperren bewähren, will die Stadt nach einer Ausschreibung sechs bis acht Barrieren kaufen. Sie sollen auch beim Plärrer und dem Christkindlesmarkt eingesetzt werden. Der Vorteil: Nach dem Ende der Festivität können die Sperren komplett abgebaut werden.

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Die Sicherheitsmaßnahmen kosten rund 200.000 Euro

Das Thema Sicherheit spielt bei den Sommernächten eine so große Rolle wie noch nie. „Es liegen keine konkreten Gefahrenhinweise für die Augsburger Sommernächte vor“, sagt Polizeisprecherin Vanessa Meßner. Dennoch hat Augsburg-Marketing als Veranstalter das Sicherheitspersonal an den Eingängen zur Festzone in diesem Jahr verstärkt. 130 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes müssen abends vor Ort sein, so die Auflage der Stadt.

Laut Heinz Stinglwagner von Augsburg-Marketing fließen vom gesamten Festbudget von 465.000 Euro rund 200.000 Euro in Sicherheitsmaßnahmen. „Es wäre schön, das Geld für andere Dinge ausgeben zu können, aber bei Veranstaltungen heute ist das ein Muss. Sicherheit geht vor“, so Stinglwagner. Wie in den Vorjahren werden Taschen kontrolliert. „Wir werden das sensibel handhaben, weil die Innenstadt ein öffentlicher Bereich ist“, so Stinglwagner. Große Rucksäcke und Taschen sind in der Festzone nicht erlaubt, Handtaschen und Jutebeutel sind kein Problem.

Die Sperren wurden am Dienstag aufgebaut.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Glasflaschen müssen an den Eingängen entsorgt werden, Gegenstände wie Messer und Pfeffersprays dürfen nicht mitgenommen werden. Auch Fahrräder dürfen nicht in die Festzone genommen werden. Außerhalb der Zone sind Fahrradparkplätze eingerichtet. Anwohner müssen sich als solche ausweisen können und müssen ihr Rad innerhalb der Festzone schieben.

Bereits seit einigen Tagen installiert ist eine mobile Videoüberwachung der Polizei, scharf gestellt werden die Kameras aber erst ab Donnerstag. Hinweisschilder sollen die Bürger darauf aufmerksam machen, dass sie gefilmt werden. Die Polizei wird die Bilder spätestens nach zwei Wochen löschen. Ausnahme sind Filmausschnitte, die als Beweismittel in einem Ermittlungsverfahren dienen.

Eine Videoüberwachung am Königsplatz soll dauerhaft kommen

Die neun Kameras waren im vergangenen Jahr erstmals zum Einsatz gekommen. Es gehe neben der Erkennen von verdächtigen Gegenständen darum, einen Überblick über die Besucherverteilung zu behalten und Straftaten aufklären zu können, so die Polizei. Bei der Aufklärung von drei Vorfällen im vergangenen Jahr, bei denen eine sexuelle Belästigung angezeigt worden war, waren die Aufzeichnungen aber keine Hilfe.

Wie berichtet plant die Polizei dauerhaft eine Videoüberwachung am Königsplatz einzuführen. Hintergrund ist ein Anstieg der Kriminalität in den vergangenen Jahren, unter anderem bei Körperverletzungen. Voraussichtlich im Herbst wird die Überwachung anlaufen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.06.2018

Deutschland so sicher wie seit 25 Jahren nicht mehr...da lachst du dich schlapp...

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20.06.2018

>> Neu in diesem Jahr sind erstmals massive Absperrungen an den Eingängen zur Annastraße, die als Schutz gegen einen Terroranschlag mit Lkw gedacht sind. <<

Und wenn der Typ aus Köln mit der Bio-Bombe kommt? Kann man vielleicht das ganze Fest noch in Plastikfolie verpacken?

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20.06.2018

... Kameras am Kö "einführen" ? Die gibt`s doch da seit den 80ern !?

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