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Augsburg

20.05.2019

Mehrfach-Vergewaltigung in Asylheim? Der Prozess verschiebt sich

In diesem Asylheim in Augsburg wurde ein 15-jähriges Mädchen offenbar von mehreren Männern vergewaltigt.
Bild: Silvio Wyszengrad

Wurde eine 15-Jährige in einem Augsburger Asylheim mehrfach vergewaltigt? Fünf Verdächtige sitzen in Haft. Ein erster Prozess ist am Montag erst einmal geplatzt.

Der Strafprozess um die mutmaßliche Mehrfach-Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens in einer Asylunterkunft in Augsburg verschiebt sich. Eigentlich hätten sich am Montag drei afghanische Männer vor Gericht verantworten sollen, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft an der Vergewaltigung beteiligt waren. Weil ein Rechtsanwalt krank wurde, fiel der geplante Prozess vor dem Augsburger Amtsgericht aber aus. Nun muss ein neuer Termin angesetzt werden.

In dem Strafverfahren geht es um eine Tat, die sich den Ermittlungen zufolge im Juli vorigen Jahres im Asylheim in der Proviantbachstraße abgespielt hat. Die 15-jährige Schülerin soll gemeinsam mit einem zu der Zeit 17-jährigen Afghanen in einem Zimmer der Unterkunft eine Haschisch-Zigarette geraucht haben. Später soll der 17-Jährige das Mädchen dann in dem Zimmer vergewaltigt haben. Ein 20-jähriger Afghane soll ebenfalls den Drogenrausch der 15-Jährigen ausgenutzt und sich auch an ihr vergangen haben.

Bei einem mutmaßlichen Vergewaltiger handelt es sich um den Ex-Freund

Bei diesem Verdächtigen handelt es sich nach Informationen unserer Redaktion um den Ex-Freund des Opfers. Er wurde mittels DNA ermittelt. Dem dritten Angeklagten, zur Tatzeit ebenfalls 20 Jahre alt, wird vorgeworfen, die Droge besorgt und das Zimmer zur Verfügung gestellt zu haben. Alle drei Verdächtigen sitzen aktuell in Untersuchungshaft. Die Schülerin kann sich an den Übergriff offenbar fast nicht erinnern. Sie wurde später auf offenere Straße von Passanten entdeckt - in einem orientierungslosen Zustand. Ärzte im Klinikum stellten dann Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch fest.

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Noch nicht abgeschlossen sind die Ermittlungen gegen zwei weitere junge Männer. Sie sollen die 15-Jährige ebenfalls vergewaltigt haben – allerdings zu einem anderen Zeitpunkt, offensichtlich bereits vor der Tat im Juli. Zum mutmaßlichen Tatort machte die Kripo in diesem Fall bislang keine Angaben. Bei den Verdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge allerdings auch um Asylbewerber aus Afghanistan. Sie sitzen ebenfalls in Untersuchungshaft. In Justizkreisen rechnet man damit, dass auch sie wegen Vergewaltigung angeklagt werden. Voraussichtlich wird es dann einen eigenen Prozess dazu geben.

Lesen Sie dazu auch: AfD verbreitet Unwahrheiten zu Augsburger Vergewaltigungsfall

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20.05.2019

Prozess verschieben, verschieben!!! Das kennen wir doch! Oder?? Gute Besserung Herr Anwalt!!

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