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Kriminalität

24.08.2017

Messerattacke durch Jugendliche in Lechhausen war erfunden

Einen angeblichen Messerangriff auf einen Mann in Augsburg hat es nicht gegeben - die Geschichte war erfunden.
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Einen angeblichen Messerangriff auf einen Mann in Augsburg hat es nicht gegeben - die Geschichte war erfunden.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Mann hat in Augsburg die Polizei alarmiert, weil er aus nichtigem Grund mit einem Messer angegriffen worden sei. Doch die Tat hat es gar nicht gegeben.

Der Fall klang von Anfang an ungewöhnlich: Ein 20-jähriger Mann hat behauptet, er sei in Augsburg von Jugendlichen mit einem Messer attackiert worden. Nur deshalb, weil er dem Jugendlichen keine Zigaretten geben wollte. Nun zeigt sich: Die Messerattacke hat es nicht gegeben. Das vermeintliche Opfer hat den Übergriff erfunden.

Der Mann hatte angegeben, er sei am frühen Samstagmorgen gegen 5.50 Uhr vor dem Hauseingang seines Anwesens in der Elisabethstraße von drei männlichen Jugendlichen angesprochen und um Zigaretten gebeten worden. Nachdem er dies mit Hinweis auf das Alter des Trios abgelehnt habe, habe einer der Jugendlichen ein sogenanntes Einhandmesser aus der Hosentasche gezogen und sei damit auf ihn losgegangen.

Der Mann war verletzt und die Beamten fanden ein Messer

Die Polizisten stellten tatsächlich leichte Schnittverletzungen am Hals sowie am Brustkorb des Mannes fest. Er gab an, er habe die Angreifer in die Flucht schlagen können. Die Polizei fahndete deshalb nach dem angeblichen Messerstecher. Gefunden wurde aber nur das Messer, das in der Nähe des angeblichen Tatorts lag. 

Ein Polizeisprecher teilt nun mit, Beamte der Inspektion Augsburg-Ost hätten dem 20-jährigen Mann zwischenzeitlich nachweisen können, dass es den von ihm geschilderten Messerangriff nie gegeben hat. Der 20-Jährige gab demnach im Rahmen seiner Vernehmung zu, sich die Verletzungen aufgrund eines psychischen Problems selbst zugefügt zu haben. Das sichergestellte Einhandmesser legte der Mann vor seinem Anruf bei der Polizei selbst am Fundort ab. Der Mann muss sich nun wegen des Vortäuschens einer Straftat verantworten.

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