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Augsburg

12.01.2015

Mieser Trick mit FCA-Karten - Fan muss ins Gefängnis

Ein Fan hat andere Fans betrogen - und muss dafür nun ins Gefängnis.
Bild: Symbolbild, Ulrich Wagner

Ein Fußballfan muss für sechs Monate in Haft. Er hatte andere Fans betrogen - und noch viele weitere Vergehen begangen.

Es war ein Fußball-Krimi der besonderen Art: Am letzten Spieltag der Saison 2012/2013 ging es für den FCA beim Spiel gegen die bereits als Absteiger feststehende Elf von Greuther Fürth am 18. Mai in der SGL-Arena um alles. Die Weinzierl-Jungs siegten am Ende vor ausverkauftem Haus 3:1. Der FCA blieb in der ersten Liga.

Vier FCA-Fans hätten das Match gern gesehen und mitgejubelt. Sie schauten aber in die Röhre. Die Gründe: zu viel Alkohol und ein mieser Karten-Trick. Der Spielverderber musste sich jetzt vor Amtsrichter Ralf Hirmer wegen Betrugs verantworten.

Der 28-Jährige (Verteidiger: Moritz Bode) hatte damals schon vor dem alles entscheidenden Spiel gewaltig dem Gerstensaft (2,8 Promille!) zugesprochen. Er und sein ebenfalls alkoholisierter Kumpel passierten mit Stehplatz-Karten anstandslos die Eingangskontrolle am Zaun. Doch in die Arena selbst kamen beide nicht. Einem Ordner fielen die berauschten Fans unangenehm auf. Und er bugsierte sie mit Verweis auf die Stadionverordnung wieder nach draußen.

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Dort traf der Angeklagte auf zwei andere traurige FCA-Anhänger, die keine Karten mehr bekommen hatten. Kurz entschlossen verscherbelte er die Tickets ermäßigt für jeweils zehn Euro an die beiden anderen Fans. Doch deren Freude währte nur kurz: Bei der Eingangskontrolle entpuppten sich die Karten, wie nicht anders zu erwarten war, als bereits entwertet. Aus der Traum. Die Polizei nahm den noch in der Nähe stehenden Ticket-Verkäufer fest.

Ein Strafregister mit elf Einträgen

Der hatte nun vor Gericht eine andere Version als die polizeilich ermittelte parat. „Wir sind überhaupt nicht auf das Stadiongelände gekommen. Ich hab die Karten deshalb einfach verschenkt, kein Geld dafür genommen“, beteuerte der Angeklagte. Die beiden angeschmierten FCA-Fans erinnerten sich als Zeugen, sehr wohl Geld für die Tickets bezahlt zu haben. Die Aussagen und die Tatsache, dass die Tickets tatsächlich bereits entwertet waren, bewog das Gericht, den Angeklagten – sein Strafregister enthielt elf Einträge – für sechs Monate hinter Gitter zu schicken. Einbezogen in das noch nicht rechtskräftige Urteil ist noch der Betrug an einem Taxifahrer.

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