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  3. Millionen für die Kliniken

25.06.2009

Millionen für die Kliniken

Über 30 Millionen Euro zusätzlich macht der Freistaat für den Umbau von Krankenhäusern in Augsburg locker. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen. Die Zuschüsse für die kirchlichen Krankenhäuser Josefinum und Diako sind Teil einer 260-Millionen-Euro-Finanzspritze für Krankenhäuser im Freistaat.

Die Verantwortlichen der Diakonissenanstalt hatten gestern doppelt Grund zum Feiern. Zum einen war Richtfest für den Neubau der Operationssäle, die Bestandteil des Totalumbaus des Diako an der Frölichstraße sind. Das 56-Millionen-Euro-Projekt soll bis 2015 über die Bühne gehen und ist durch den Beschluss des Kabinetts einen großen Schritt weiter. Den Neubau des Westflügels fördert der Freistaat ab 2011 mit 16,2 Millionen. Rektor Heinrich Götz: "Das bringt Planungssicherheit."

Am Josefinum in Oberhausen könnte unter Umständen noch in diesem Jahr die Abrissbirne in Aktion treten. Die 14,3-Millionen-Euro-Zusage aus München macht den Weg frei für den völligen Umbau des Kinder- und Frauenkrankenhauses. Geschätzte 80 Millionen Euro teuer ist das Vorhaben, die Arbeiten werden mindestens sieben Jahre dauern. "Dieser Zeitplan ist sehr sportlich", sagt Verwaltungsleiter Bernd Lechner. Insgesamt hofft das kirchliche Krankenhaus auf öffentliche Förderungen in Höhe von 60 Millionen Euro.

Augsburgs größtes Krankenhaus, das Klinikum, ist nicht in der aktuellen Liste enthalten. Bereits gesichert sind laut Vorstand Anselm Berger 30 Millionen für den Umbau des Operationstraktes, für den Neubau der Kinderklinik ist ab 2012 Geld zugesagt. Berger hat durchaus registriert, dass das Kabinett in seinem jüngsten Beschluss die Großkrankenhäuser München-Schwabing und Nürnberg-Nord mit fast 90 Millionen Euro bedacht hat. Auch Schwabens größtes Krankenhaus werde bald wieder Wünsche anmelden, kündigt Berger an: "Wir wollen unser Stück vom Kuchen abhaben."

Millionen für die Kliniken

Schon im Sommer will sich der Verwaltungsrat erneut mit dem Neubau der Kinderklinik beschäftigen. Das 30-Millionen-Euro-Vorhaben soll um ein Zentrum für Risiko-Schwangerschaften und -Geburten erweitert werden. Bislang hat München eine Unterstützung für das auf weitere 12,5 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben verweigert, nun steht offenbar zur Debatte, ob Augsburg einen neuen Anlauf unternimmt.

Befürworter der zusätzlichen Station versprechen sich davon mehr Attraktivität für die Kinderklinik. Skeptiker warnen dagegen vor einer mit Steuergeldern gepäppelten Konkurrenz zum Josefinum, das die Nummer eins unter den Geburtskliniken in der Region ist.

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