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Augsburg / Stadtbergen

11.08.2017

Minister verspricht mehr Lärmschutz für die B17

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Die B17 führt mitten durch dichtbesiedelte Wohngebiete. Seit Jahren wird deshalb über besseren Lärmschutz diskutiert.
Bild: Marcus Merk

Warum der Wahlkampfauftritt von Joachim Herrmann in Stadtbergen Erinnerungen geweckt haben dürfte

So manch einer der örtlichen CSU-Granden in Stadtbergen mag sich an den Februar 2009 erinnert haben. Damals versprach der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) den Augsburgern im Rathaus mit drei Worten und drei Ausrufezeichen die lang ersehnte Uniklinik. Am Donnerstagabend nämlich hat Innenminister Joachim Herrmann der kleinen Nachbarstadt Stadtbergen ebenfalls via Eintrag ins Goldene Buch etwas in Aussicht gestellt, wofür lokale Politiker dort schon seit Jahren kämpfen: einen besseren Lärmschutz an der B17, die zwischen beiden Städten verläuft.

„Der Deckel kommt!“ hat Herrmann ins Goldene Buch geschrieben und damit die Verlängerung der bereits bestehenden Einhausung gemeint. Aktuell verschwinden Autos und Lastwagen auf Höhe Stadtbergen auf einer Länge von 214 Meter zwischen Lärmschutzwänden und unter einem Deckel.

Derzeit ist von 17 Millionen Euro die Rede

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Diese Einhausung soll nun beinahe doppelt so lang werden. Kostenpunkt: 17 Millionen Euro. Die allerdings will der Bund nur bezahlen, wenn auch die Stadtberger finanziell etwas dazu beitragen: 1,3 Millionen Euro soll Bürgermeister Paul Metz beim Stadtrat loseisen, im September steht das Thema auf der Tagesordnung.

Metz wusste schon vorab, was der Innenminister, der in seiner Funktion als CSU-Spitzenkandidat für den Bundestag in der Stadtberger Sporthalle Wahlkampf gemacht hatte, ankündigen würde. Es dürfte dem Rathauschef gelegen gekommen sein – schließlich befindet sich auch er gerade im Wahlkampf: Zeitgleich mit dem Bundestag wird in Stadtbergen am 24. September der Bürgermeister gewählt.

Von einem „Wahlgeschenk“ sprach denn auch Metz’ schärfster Konkurrent, Matti Müller (SPD). Nichtsdestotrotz freue es ihn, dass eine Lösung in Sicht sei – schließlich leiden die B 17-Anrainer immer mehr unter der Blechlawine, die sich an ihnen vorbei wälzt. Nach den Zahlen des Straßenbauamtes wird die B17 in diesem Bereich am Tag von 52500 Fahrzeugen befahren. 2500 davon sind Lastwagen. Diese Zahlen sollen stark steigen. In 20 Jahren erwarten Experten 80000 Fahrzeuge am Tag. 

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