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Augsburg

24.01.2018

Mit vielen Ideen nach der Zukunft greifen

Im Keller der Turnhalle des Maria-Theresia-Gymnasiums besprühten Schüler und Lehrer Christoph Spengler (Mitte) eine Leinwand.
Bild: Michael Hochgemuth

Schüler und Lehrer zweier Gymnasien nehmen an einem Austauschprogramm teil. So lernen sie nicht nur den Alltag in anderen Ländern kennen, sondern blicken auch in die Geschichte.

Im Keller unterhalb der Turnhalle des Maria-Theresia-Gymnasiums riecht es nach Farbe. Hier passiert nichts Verbotenes: Schüler besprühen ganz legal mit Kunstlehrer Christoph Spengler vom Holbein-Gymnasium eine Leinwand. „Owning the Future“ steht darauf – die Zukunft besitzen.

Es ist das Thema eines zweijährigen Erasmus-Programms. Dabei kooperieren nicht nur das Augsburger Maria-Theresia-Gymnasium (MTG) mit dem Holbein-Gymnasium. Bei dem Projekt sitzen auch Partnerschulen im spanischen Murcia, Penzance (England) und Amstelveen (Niederlande) mit im Boot. Fünf Treffen gibt es in der zweijährigen Projektphase an den jeweiligen Schulorten, zu einer Zwischenbilanz treffen sich die Teilnehmer im Mai in Straßburg. Die Partnerschulen kommen insgesamt zweimal nach Augsburg.

Lernorte wie das Café Tür an Tür

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Hier besuchten die Schüler im November den Begabungstag im Rathaus und nahmen an verschiedenen Workshops teil. „Durch das Programm können Lehrer und Schüler von den Erfolgsmodellen der jeweiligen Schulen lernen. Während sich die anderen Teilnehmer für unsere außerschulischen Lernorte, wie Stadtbücherei, Café Tür an Tür oder Werkstatt Solidarische Welt und die Bedeutung von Projektarbeiten interessiert haben, können wir von den Erfahrungen der Kollegen in Sachen Inklusion in Murcia lernen und von dem vernetzten Schulalltag in England“, sagte MTG-Schulleiter Jürgen Denzel. Es gibt aber noch viele andere Themen, die die Schüler in dieser Zeit beschäftigen, etwa die 68er-Bewegung. 50 Jahre ist das Jahr 1968 her und wird nun wieder für die Schüler aktuell. „Ende Februar treffen sich die Teilnehmer in Murcia. Bis dahin recherchieren die Schüler, wie es zu dieser Zeit in ihrer Stadt und in ihrem Land war. In Spanien herrschte da beispielsweise noch Diktator Franco, in Holland gab es Hausbesetzungen“, sagte Lehrer Udo Legner, der das Projekt am MTG betreut.

Interviews mit Zeitzeugen der 68-er Jahre

Künstlerisch wird die Zeit ebenfalls aufgearbeitet. „Die Zerrissenheit zwischen Tradition und Protest werden wir mit Stoffbändern darstellen, die beschrieben werden“, erklärt Christoph Spengler. Manuel Wagner, Rosalie Heinen, Lea Ableitner, Kim Spar und Leonie Geyer werden ihre Lehrer begleiten. Die Schüler der 10. und 11. Klassen haben sich nicht nur in Graffiti geübt, sondern befragen auch Zeitzeugen der 68er-Jahre im Café Tür an Tür. „Wir werden Videoclips von unseren Interviews drehen und haben uns für die Themen Sexualität, Feminismus und Mode entschieden“, sagt Leonie Geyer. In Murcia werden die Ergebnisse zusammengetragen und auch eine andere Art der Schulfamilie erlebt. „In Spanien bringen sich die Eltern viel mehr in den Schulalltag ihrer Kinder mit ein. Wenn es da ein Erasmus-Treffen gibt, kommen sogar die Großeltern dazu“, sagt Udo Legner.

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