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Augsburger Brauerei zieht um

23.06.2011

Moderne Technik in alten Mauern

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Dort, wo noch Bagger und Kräne am Werk sind, soll im Herbst eine riesige Gaststätte eröffnen. Über eine Plattform können die Gäste einen Blick in die neue Brauerei der Hasen-Bräu werfen.
Bild: Fotos: Anne Wall

Hasen-Bräu baut die Kälberhalle zu einer Brauerei mit Gaststätte um. Die Anlagen in der Innenstadt werden abgerissen.

Ende September wird auf dem Hasen-Bräu-Gelände südlich der Konrad-Adenauer-Allee zum letzten Mal Bier gebraut. Doch es geht weiter: in der ehemaligen Kälberhalle auf dem Schlachthofgelände. Dort entsteht derzeit auf 800 Quadratmetern eine moderne Brauerei in alten Mauern. „Wir wollen die Kälberhalle in ihrer Anmutung erhalten“, sagt Gunther Butz, Geschäftsführer der Tucher Bräu GmbH, zu der Hasen-Bräu gehört.

Die Arbeiten kommen gut voran. Im August soll alles fertig sein. Im Herbst wird auf weiteren 800 Quad-ratmetern in der Halle die Brauereigaststätte mit 450 Plätzen eröffnen. Im Außenbereich soll ein riesiger Biergarten entstehen. Betrieben wird beides von Sven Olufs, der auch das gegenüberliegende Restaurant „Schlachthof“ führt.

Die Kosten für den Umbau der Kälberhalle tragen der Eigentümer der Halle, die Dierig Holding AG, zu einem Drittel und Tucher zu zwei Dritteln. Von einem „deutlich siebenstelligen Millionenbetrag“ ist die Rede. Die ursprünglich einmal genannten 4,5 Millionen Euro werden wohl nicht ausreichen, sagt Dierig-Vorstand Bernhard Schad. 30000 Hektoliter Bier pro Jahr will Hasen-Bräu in der neuen Anlage produzieren – das ist weniger als bisher in der Innenstadt. Der Rückgang sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Produktion eines Tucher-Export-Bieres, die man zwischenzeitlich nach Augsburg verlegt hatte, wieder am Stammsitz in Fürth erfolgen soll.

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Blick in die offene Brauerei

Die neue Anlage in Augsburg sei „kleiner, aber moderner“ als die alte, sagt der Geschäftsführer der Hasen-Bräu, Fred Höfler. Man setzt dabei auf ein offenes Konzept: Die Besucher der Gaststätte können den Braumeistern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Im vorderen Teil der Halle ist Platz für die Gastronomie sowie für eine Bühne. Hinter einer Trennwand befinden sich die Sudkessel, Tanks und die Fassbefüllung. Von einer Plattform aus können die Besucher in diesen Bereich hineinblicken.

In der neuen Brauerei werden vier Mitarbeiter tätig sein, davon zwei Braumeister. Der Großteil der 55 Hasen-Bräu-Beschäftigten arbeitet im Logistikzentrum in Haunstetten. Von dort aus geht das Bier an den Tucher-Hauptsitz nach Fürth, wo es in Flaschen abgefüllt wird.

Für die Brauerei ist der Umzug in die Kälberhalle ein Glücksfall. Ein Neubau außerhalb der Stadt sei nicht infrage gekommen. „Tradition und Blechhallen – das passt nicht zusammen.“ Ursprünglich hatte man die ehemaligen Nachtstallungen auf dem Schlachthof-Gelände im Auge. Denn die Kälberhalle hatte Dierig bis zuletzt als Ausweichspielstätte für das Theater frei gehalten. Als klar war, dass das Theater einen Container bekommt, wurden die Pläne geändert. (monik)

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