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Augsburg

07.10.2016

Modular-Festival nur noch einmal im Wittelsbacher Park

Rund 30.000 Besucher kamen in diesem Jahr zum Modular-Festival im Wittelsbacher Park und in der Kongresshalle.
Bild: Abrossimow/Stadtjugendring

Im kommenden Jahr findet das Festival von 15. bis 17. Juni an und in der Kongresshalle statt. Dann zieht es um.

Der Termin steht fest: Von Donnerstag, 15. Juni, bis Samstag, 17. Juni, findet im kommenden Jahr das Modular-Festival im Wittelsbacher Park und in der Kongresshalle statt. Zum letzten Mal. Denn im Jahr darauf, teilen die Organisatoren vom Stadtjugendring (SJR) mit, wird das beliebte Jugendfestival auf einem neuen Veranstaltungsgelände stattfinden. Wo junge Menschen und Junggebliebenen dann im Jahr 2018 feiern werden, steht allerdings noch nicht fest.

„Wetterbedingtes Risiko der Freiluftveranstaltung“

„Das Ziel des Stadtjugendrings ist es, den Erhalt der hohen Qualität möglichst optimal sicherzustellen“, so SJR-Vorsitzender Franz Schenck. Optimal heißt vor allem auch rentabel. „Dazu ist es notwendig, das wetterbedingte Risiko der Freiluftveranstaltung zu minimieren und somit einhergehende finanzielle Einbußen möglichst auszuschließen. Dies ist auf dem derzeitigen Veranstaltungsgelände jedoch nicht gewährleistet“, sagt der SJR-Geschäftsführer Helmut Jesske.

Begrenzte Kapazität der Kongresshalle

Denn das Modular-Festival benötigt ein Gelände, welches den Besucherzahlen von 10.000 Personen pro Tag und die Unterbringung aller Programmpunkte gerecht wird. So lange das Wetter mitspielte, lief das Festival am Kongress am Park relativ problemlos ab. Doch das Risiko eines verregneten Festivals ist den Veranstaltern zu groß geworden. Jesske: „Eine Verlagerung des Festivals auf die Räumlichkeiten innerhalb der Kongresshalle ist aufgrund der begrenzten Kapazität von knapp 5000 Personen nicht möglich, da die Refinanzierung des Modular-Festivals somit nicht sichergestellt werden kann.“

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Landschaftsschutzgebiet: Neuer Auflagenkatalog für die Veranstalter   

Denn der Aufwand ist riesig. Selbst nach einem großem Besucheransturm wie in diesem Jahr, wo rund 30.000 Besucher zu Gast waren, ist nicht automatisch mit einem satten Gewinn zu rechnen. „Es wird wohl auf eine schwarze Null oder auf ein geringes Defizit hinauslaufen. Wir haben einfach sehr große Infrastrukturkosten. Wir haben für das kommende Jahr schon Ideen überlegt, wie wir diese Ausgaben senken können. Das wird aber noch nicht verraten“, sagt Jesske auf Anfrage. Nach dem diesjährigen Festival setzen sich die Veranstalter mit der Kritik auseinander, warum das Modular-Festival in einem Landschaftsschutzgebiet stattfindet. Laut den Organisatoren wurden sämtliche Präventivmaßnahmen, die vom Amt für Grünordnung auferlegt wurden, umgesetzt und eingehalten sowie sämtliche anfallenden Kosten für Flurschäden selber getragen. Für das kommende Jahr wurde außerdem in Zusammenarbeit mit dem Amt ein Auflagenkatalog erarbeitet, der den Wittelsbacher Park bestmöglich schützen soll. So wurde laut dem Stadtjugendring beispielsweise auch der Termin bewusst auf Mitte Juni festgelegt, um die im Park nistenden Vögel in der Brutzeit weniger zu stören. In den vergangenen Jahren fand das Festival Ende Mai statt.

Plärrer, Messe oder am Gaskessel?

In Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg wurden und werden für künftige Veranstaltungen mehrere Platzvarianten geprüft: Neben dem Plärrer-Gelände und der Messe Augsburg wurde eine Verlegung auf das neue Kulturareal auf dem Gaskesselgelände zur Diskussion gestellt. „Da müssen erst alle Vor- und Nachteile abgewogen werden, bevor eine Entscheidung fällt. In den kommenden Monaten werden wir aber mitteilen, wohin das Modular-Festival im Jahr 2018 zieht“, sagt Helmut Jesske.

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Die Diskussion ist geschlossen.

09.10.2016

Damit man weiß, worum es geht ...

... stelle ich hier einmal meine Dokumentation über die Schäden, die das diesjährige Modular verursacht hat, zur Verfügung. Davon zu reden, "die Auflagen wären alle eingehalten worden", bewerte ich als blanken Zynismus. Doch sehen Sie selbst: http://www.amaroland.de/saubaer-des-jahres.htm

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07.10.2016

Die Auflagen wurden nicht eingehalten,

die das Amt für Grünordnung vorgab, denn sonst hätte es vielleicht viel weniger Kritik gegeben. Anstatt diesen Sachverhalt immer wieder zu leugnen und Beruhigungspillen zu verteilen, sollten die Veranstalter endlich einsehen, dass der Wittelsbacher Park völlig ungeeignet ist. Dass die Stadt jedwede Fläche, die in den letzten Jahrzehnten frei geworden ist (z.B. Industriebrachen oder Kasernengelände der abgezogenen US-Streitkräfte), mit Luxusbebauung zugestellt hat und nicht eine einzige Fläche für derlei Veranstaltungen bereitgehalten hat, wäre noch einmal einen eigenen Artikel in der AZ wert. Ich habe die Verstöße gegen die Auflagen im Netz dokumentiert und für die Öffentlichkeit bereitgestellt. Das kann man sich hier anschauen: amaroland.de. Keine Ursache.

Ich kann nur sagen: Modular-Festival raus aus dem Landschaftsschutzgebiet Wittelsbacher Park!

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07.10.2016

Weißte, an und für sich haste ja recht. Aber die Art und Weise wie du das Zeug schreibst, ist echt das letzte. Immer noch damit beschäftigt, Verleumdungen auf öffentliche Gehsteige zu schreiben? Warum geht es eigentlich nicht ohne Beleidigungen und Unterstellungen?

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09.10.2016

Also ich finde, dass man Leute, die einen öffentlichen Park auf dermaßen egoistische Art und Weise zerstören, durchaus als "Saubären" bezeichnen kann. Ich gehe sogar so weit, die Veranstalter als Lügner zu bezeichnen, da es eine glatte Lüge ist, dass alle Auflagen eingehalten wurden. Ich gehe auch davon aus, dass im kommenden Jahr die Auflagen erneut nicht eingehalten werden und der Park wieder zugemüllt und plattgewalzt wird. Anstatt an mir rumzunörgeln würde ich Dir und Deinesgleichen empfehlen, zu überlegen, wie man solch ein Festival wenigstens einigermaßen umweltfreundlich gestalten kann, da wäre Eure Energie wesentlich besser eingesetzt.

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