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Augsburg

15.06.2019

Modular ist für diese beiden Herzenssache

Dominique Gregor und Luca Aschenbrenner packen beim Modular-Festival tatkräftig mit an. In diesem Jahr arbeiten sie die Schichtpläne der sogenannten Volunteers, also der freiwilligen Helfer, mit aus.
Bild: Peter Fastl

Die Abiturienten Dominique Gregor und Luca Aschenbrenner sind Teil der „Modular-Familie“. Für Aschenbrenner hat dieses Engagement die Berufswahl erleichtert.

In wenigen Wochen wird der Friedberger Abiturient Luca Aschenbrenner eine Ausbildung als Veranstaltungskaufmann beginnen. Mit der Lehrstelle beim Bayerischen Rundfunk in München hat der 18-Jährige seinen Traum in die Realität umgesetzt. Im Vorfeld hat er aber auch einiges dafür getan: Als ehrenamtlicher Helfer beim Augsburger Jugendfestival Modular packt er nun im dritten Jahr tatkräftig mit an. Er habe sich schon länger für große Veranstaltungen interessiert und wollte einmal hinter die Kulissen blicken.

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Beim Modular-Festival, das der Stadtjugendring (SJR) im Auftrag der Stadt Augsburg organisiert, ist das nicht nur möglich, es ist so gewollt. Junge Menschen sollen an der Organisation teilhaben und Verantwortung übernehmen können. Rund 450 junge Erwachsene engagieren sich Jahr für Jahr in verschiedenen Bereichen des Festivals. Sie werden unter anderem in den Bereichen Information, Gastronomie, Gastro-Logistik, Einlass, Aufbau oder den „Trash Heroes“ eingeteilt.

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Die ehrenamtlichen Helfer sind längst zu einer „Familie“ geworden, wie sie es nennen. So empfindet auch Luca Aschenbrenner, der sich im Dezember 2017 einfach anmeldete und dann vollkommen unkompliziert in die Familie mit aufgenommen wurde. „Im ersten Jahr habe ich am Einlass mitgeholfen“, erzählt er. Nun ist er im zweiten Jahr in der Crew-Koordination eingeteilt, die er gemeinsam mit der Friedbergerin Dominique Gregor betreut. „Wir arbeiten die Schichtpläne der Volunteers aus, haben die Kommunikation mit den freiwilligen Helfern übernommen“, berichtet die 19-Jährige.

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Das Modular zu organisieren, ist viel Arbeit

Das ist kein Job, der sie zwei Wochen beschäftigt. Die meisten ehrenamtlichen Helfer sind das ganze Jahr mit den Festivalorganisatoren des Stadtjugendrings und den anderen freiwilligen Mitarbeitern vernetzt. Die Nachbearbeitung des Festivals nehme einige Wochen in Anspruch. „Wir besprechen, was gut gelaufen ist und was weniger“, erklärt Dominique Gregor. So hätten sie im vergangenen Jahr festgestellt, dass es für die ehrenamtlichen Helfer umständlich und zeitraubend sei, die öffentlichen Toiletten zu benutzen. „In diesem Jahr werden wir eigene WCs erhalten“, führt sie als Beispiel auf. Im Verlauf des Jahres gebe es Treffen mit allen Ehrenamtlichen, die Mitarbeiter der verschiedenen Teams würden ebenfalls Kontakt halten. Im Frühjahr erhielten sie vom Stadtjugendring detaillierte Informationen über das „neue“ Modular auf dem Oberhauser Gaswerkareal. „Dann haben wir auf der Internetseite den Bereich der Online-Anmeldung für die Volunteers gestaltet und haben da ein Auge drauf“, erzählt Luca Aschenbrenner.

In diesem Jahr ist alles ein wenig anders, schließlich findet das Festival erstmals am Gaskessel statt. Der Bereich, in dem sich die Modular-Familie, die „Crew“, trifft, wurde neu durchdacht und organisiert. Das Catering übernimmt dort für die Mitarbeiter die Gastronomie im Ofenhaus. „Jeder erhält dort einmal täglich eine warme Mahlzeit. Das empfinden wir schon auch als große Wertschätzung“, sagt die Abiturientin. Die Mitarbeiter sind an den drei Festivaltagen dreimal sechs Stunden im Einsatz. „Wir achten aber darauf, dass sie unterschiedliche Schichten erhalten. Es muss also niemand dreimal abends arbeiten“, betont Dominique Gregor.

Modular: Mehrfach ausgezeichnetes Konzept

Seit Jahren feilt der Stadtjugendring an seinem Festivalkonzept, hat das Partizipationsprogramm der ehrenamtlichen Helfer stets weiterentwickelt und ausgebaut. Dafür wurde der SJR schon mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Augsburger City-Preis.

Los geht es mit dem Augsburger Osterplärrer. Was wäre die Stadt nur ohne das Volksfest? Für die Organisatoren steht fest: „Der Plärrer liegt im Trend“. Sonnige Temperaturen lockten die Menschen auf den Kleinen Exerzierplatz.
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Dominique Gregor und Luca Aschenbrenner schwärmen geradezu von der offenen Atmosphäre, der schnellen Integration in die Modular-Crew. Es gebe flache Hierarchien, jeder, der wollte und Einsatz zeige, könne schnell verantwortungsvollere Jobs übernehmen. Beide freuen sich auf das neue Festivalgelände. „Es wird anders, aber trotzdem gut“, sind sie sich sicher. In den kommenden Tagen gibt es für die Abiturienten noch viel zu tun, bevor das Festival von Donnerstag, 20. Juni, beginnt. Es dauert bis einschließlich Samstag, 22. Juni. „Der Moment, in dem man hinter der Bühne steht und vor der Bühne tausende begeisterter Besucher sieht, macht das alles wieder wett“, sagt Dominique Gregor.

Der Stadtjugendring sucht noch einige junge Menschen, die beim diesjährigen Modular-Festival als Freiwillige mithelfen wollen. Alle Informationen dazu gibt es auf der Internetseite: www.modular-festival.de/crew.

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