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Prozess in Augsburg

24.04.2014

Mord an Parkhaus-Millionärin: Justiz wehrt sich gegen Vorwürfe

Benedikt Toth (rechts) wurde wegen Mordes an seiner Tante verurteilt.
Bild: Tobias Hase, dpa

2006 wurde Benedikt Toth für den Mord an seiner Tante verurteilt. Nun soll das Verfahren wieder aufgenommen werden. Das Gericht weißt Vorwürfe zuürck, das Verfahren zu verzögern.

Das Landgericht Augsburg wehrt sich gegen Vorwürfe des Anwalts Peter Witting, das Wiederaufnahmeverfahren im Fall der ermordeten Parkhaus-Millionärin werde verzögert. Landgerichtspräsident Herbert Veh teilte mit, die Akten lägen der zuständigen 8. Strafkammer erst seit 20. November vergangenen Jahres zur Entscheidung vor. Der Fall erfordere eine tiefgehende Einarbeitung in die Sachakten des ersten Prozesses.

2006 wurde Benedikt Toth zu lebenslanger Haft verurteilt

2006 wurde die Münchner Parkhaus-Millionärin Charlotte Böhringer ermordet. Als Täter wurde ihr Neffe Benedikt Toth zu lebenslanger Haft verurteilt. Wie berichtet, wollen sein Anwalt und eine Bürgerinitiative die Wiederaufnahme des Verfahrens erreichen. Zuständig ist das Landgericht Augsburg. Anwalt Witting hatte kritisiert, das Gericht rühre keinen Finger.

Die Begründung des Antrags ist 186 Seiten lang

Diesen Vorwürfen tritt Landgerichtspräsident Veh entgegen. Der Antrag des Verurteilten auf Wiederaufnahme sei am 1. Oktober 2012 beim Landgericht München I gestellt worden. Die Begründung des Antrages sei 186 Seiten lang. Dieser Antrag nebst umfangreichen Anlagen sei beim Landgericht Augsburg – mit Stellungnahmen der Staatsanwaltschaften München I und Augsburg – am 19. März 2013 eingegangen.

Über die Forderung des Verurteilten, dass sich ein Gericht außerhalb des Oberlandesgerichtsbezirks München befassen solle, hätten das Oberlandesgericht und dann das Bundesverfassungsgericht entscheiden müssen. Zudem sei über ein Befangenheitsgesuch gegen einen Richter zu entscheiden gewesen.

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