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Augsburg

26.09.2014

Morgen eröffnet das interaktive Museum über Fugger und Welser

Im Domviertel eröffnet am Samstag das Fugger und Welser Erlebnismuseum.
Bild: Silvio Wyszengrad

Ein neues Museum wird am Samstag in Augsburg eröffnet. Es geht um die Fugger und Welser. Das Museum bietet in seiner Präsentation etwas Besonderes.

Fugger und Welser, die beiden Augsburger Kaufmannsfamilien zählten in der Renaissancezeit zu den einflussreichsten Handelshäusern Europas. Nun wird ihnen in der Stadt ihres einstigen Wirkens ein eigenes Museum gewidmet. An diesem Samstag wird die interaktive Ausstellung erstmals geöffnet. Schauspieler in den Rollen von Jakob Fugger und Bartholomäus V. Welser führen dann durch die Museumsräume. Und dort gilt: Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Die Geschichte der Fugger in modernster Technik erzählt

"Die Besonderheit des Museums liegt in seinem Fokus auf dem Story-Telling. Das heißt, wir erzählen die Geschichte mit modernster Technik", erklärt Götz Beck, Tourismusdirektor der Regio Augsburg Tourismus, die für das neue Museum im sanierten Wieselhaus im Augsburger Domviertel verantwortlich ist. So können Besucher zum Beispiel am Geschlechtertanz teilnehmen. Das historische Gemälde zeigt die wichtigsten Augsburger Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts, im Museum werden sie zum Leben erweckt und bewegen sich dann als virtuelle Installation durch den Raum.

Den Besucher auf allen Sinnesebenen ansprechen

"Wir wollen alle Sinnesebenen des Besuchers ansprechen, er soll regelrecht in die damalige Lebenswelt eintauchen können", sagt Ilja Sallacz von der Agentur Liquid, die das Konzept und das Design erarbeitet hat. Beispielsweise wurden die entsprechenden Szenen mit Schauspielern und aufwendigen Kostümen gefilmt. Um weitere multivisuelle und interaktive Erfahrungen zu machen, erhält jeder Besucher am Eingang ein kleines Pfeffersäckchen. In ihm befindet sich ein elektronischer Chip, mit dem sich die einzelnen Stationen steuern lassen.

Die Handelsbeziehungen der Fugger und Welser stehen im Vordergrund. Museumsbesucher können nacherleben, mit welchen Strategien die Patrizierfamilien ihre herausragende Stellung erreicht haben. "Uns war dabei aber immer auch wichtig, aktuelle Bezüge zu wirtschaftlichen Themen herzustellen", betont Beck. Das Museum klärt zum Beispiel über den Sklavenhandel im 16. Jahrhundert oder die derzeitigen Arbeitsbedingungen von Bergbauarbeitern in Bolivien auf. dpa/AZ

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