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Region Augsburg

26.02.2018

Mozart und Sisi als Botschafter: Immer mehr Touristen kommen

Das Augsburger Mozarthaus ist ein beliebtes Ziel für Touristen. 
Bild: Silvio Wyszengrad

Augsburg steht als Ziel für Touristen nicht mehr im Schatten Münchens. Zwar ist die Zahl der Gäste immer noch geringer als in der Landeshauptstadt. Aber sie steigt seit Jahren.

Tourismusdirektor Götz Beck ist zufrieden. Auch im Jubiläumsjahr 2018 – 20 Jahre nach Gründung der Regio Augsburg Tourismus GmbH – kann er erfreuliche Zahlen präsentieren: Im vergangenen Jahr waren 21.600 Menschen mehr in Augsburg zu Gast als 2016. Das machte sich an den Übernachtungszahlen bemerkbar. Insgesamt konnte die Stadt über 798.800 Übernachtungen verbuchen, was ein Plus von 4,6 Prozent ausmacht.

Das Plus zum Vorjahr ist beträchtlich. Doch lässt sich erst erkennen, welchen Schub Augsburg im touristischen Bereich gemacht hat, wenn man in das Gründungsjahr der Regio blickt. Rund 431.350 Übernachtungen standen Ende 1998 in der Bilanz. Heute sind es also 367.450 Übernachtungen mehr.

Luther, Mozart, Brecht ziehen Touristen an

Dafür gibt es einige Gründe, betont der Tourismusdirektor. So habe sich der Städtetourismus in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren sehr positiv entwickelt. Die Region Augsburg habe davon profitieren können. „Wir haben es geschafft, die Stadt durch Profile wie Fugger und Welser, Brecht , Mozart, Römer oder Luther erlebbar zu machen“, sagt er. Das sei wichtig, um Touristen in die Region zu holen. In den Landkreisen hätten sich dagegen Themen wie Sisi, Ganghofer, Wandern, aber auch die Mozart und die Römer etabliert. Doch nicht nur die Touristen, die die Sehenswürdigkeiten der Region kennenlernen wollen, haben die Zahlen in Schwung gebracht.

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Tagungen locken viele Gäste in die Region

Tagungen und Kongresse lockten eine Vielzahl von Übernachtungsgäste in die Region. „Wir haben den Anstieg deutlich gemerkt. Vor der Sanierung der Kongresshalle waren wir in diesem Bereich so gut wie gar nicht existent“, sagt Beck. Dabei sei das ein großer Markt. Deutschland rangiere weltweit als Veranstaltungsort von Tagungen und Kongressen nach den Vereinigten Staaten auf Rang zwei.

Seit der Kongress im Park nach der Sanierung optimale Bedingungen für Tagungsgäste bietet, haben die Buchungen zugelegt. „Allein in diesem Jahr finden hier rund 20 Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Teilnehmern statt“, sagt Götz Beck. Sie hätten genauso für einen Anstieg der Übernachtungszahlen gesorgt wie auch der kontinuierliche Ausbau Augsburgs als Messestandort. Beck: „Der Messemarkt spielt eine große Rolle für Augsburg und die Region. Gerade die Interlift, Grindtec und Americana haben sich etabliert und weiterentwickelt. Sie sorgen für viele Hotelbuchungen.“

Nicht nur in der Stadt: Für Augsburg und die beiden Nachbarlandkreise Aichach-Friedberg und Augsburg meldete das Landesamt für 2017 über 1.416.100 Übernachtungen. „Ein neuer Spitzenwert. Die Zahlen aus der Region sind ebenfalls positiv. Gerade im Landkreis Augsburg waren die Zahlen in den vergangenen Jahren problematisch, weil viele Flüchtlinge in Hotels und Pensionen einquartiert waren und so die Übernachtungszahlen zurückgingen“, erklärt Beck.

Der FCA ist ein charmanter Botschafter für Augsburg

Nicht zuletzt der Aufstieg des FC Augsburg in die Bundesliga habe der Region in den vergangenen Jahren einen weiteren Schub an Übernachtungsgästen gebracht. Damit sich der positive Trend fortsetzen kann, muss vor allem eine Voraussetzung erfüllt werden: die Eröffnung neuer Übernachtungshäuser . Aber da ist in der kommenden Zeit einiges in Augsburg geplant. Das „Leonardo Royal Hotel“ soll Ende 2019 am Plärrer eröffnen, sich über sieben Etagen erstrecken und über 235 Zimmer verfügen.

Im Innovationspark will sich das Lifestyle- und Budgethotel „Ninety Nine“ (120 Zimmer) bis Ende 2018 ansiedeln. In der Eichleitnerstraße kommt mit dem Arthotel ANA Living ein Boarding-House mit 52 Zimmern und dazu das Zwei-Sterne-Business-Hotel „Super 8“, das 152 Zimmer haben wird. Weitere positive Impulse und steigende Besucherzahlen erhofft sich Beck durch die künftige Uni-Klinik und eine mögliche Ernennung zur Unesco-Welterbestätte.

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