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Museen: Ohne Partner ginge kaum noch etwas

Museen: Ohne Partner ginge kaum noch etwas
Kommentar Von Nicole Prestle
17.05.2019

Augsburgs Museen haben einen bedeutenden Ankauf eingefädelt. Dies ging nur mit Hilfe, denn finanziell können die Kunstsammlungen keine großen Sprünge machen.

Die Augsburger Kunstsammlungen mit ihren neun Ausstellungshäusern haben ein Problem: Im Gegensatz zu vielen anderen großen Museen verfügen sie über keinerlei finanzielle Mittel für Ankäufe. Geld ist dafür im städtischen Haushalt seit Jahren nicht mehr vorgesehen. Das hat Folgen: Wann immer im Kunsthandel interessante Objekte auftauchen, muss Augsburg abwägen: verzichten oder „betteln“ gehen, um das Geld zusammenzubekommen.

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Umso spektakulärer ist der Coup, der den Museen nun mithilfe potenter und gut vernetzter Partner gelungen ist: Für 2,35 Millionen Euro (!) konnten sie im Auktionshaus Sotheby’s in Paris zwei Steinskulpturen aus dem 16. Jahrhundert ersteigern, die einst für die Fuggerkapelle in der Annakirche gefertigt wurden. Es ist einer der teuersten Ankäufe, den die Museen je getätigt haben. Doch er ist eine lohnende Investition in Geschichte und Identität dieser Stadt.

Den Großteil der Summe bringen die Ernst von Siemens Kunststiftung, der Bund sowie die Kulturstiftung der Länder auf, die ihre Beteiligung in Aussicht gestellt hat. Augsburgs Kunstsammlungen dürfen dankbar sein. Sie könnten ohne Partner kaum noch Neues präsentieren. Doch genau dies ist nötig, um Museen lebendig zu halten. Partner wie die Freunde der Augsburger Kunstsammlungen, Stiftungen oder private Förderer sind unverzichtbar geworden.

Lesen Sie hier den Artikel: Wie Augsburg zwei verlorene Kunstschätze zurückholte

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