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26.03.2009

Museumsstüble braucht neues Domizil

Oberhausen (bau) - Der Trägerverein "Oberhauser Museumsstüble" ist in trockenen Tüchern. Museumschefin Dr. Marianne Schuber konnte jetzt bei einem Treffen genügend Personen um sich scharen, um die Vereinsgründung in die Wege zu leiten. Dennoch plagen die Historikerin Sorgen. Sie muss sich für ihre Schätze wahrscheinlich ein neues Domizil suchen. "Das Haus, in dem das Museumsstüble untergebracht ist, soll verkauft werden."

Bestände wachsen permanent

Erst vor knapp zwei Jahren stand Schuber vor demselben Problem: Damals musste sie ihre Siebensachen in der Hirblinger Straße gegenüber St. Peter und Paul packen und in die Billerstraße 13 umziehen. Auch dort mauserte sich das Museumsstüble zu einem Treffpunkt für historisch Interessierte und alteingesessene Bürger. Marianne Schuber lässt dort die Geschichte des einst selbstständigen Oberhausen lebendig werden. Der Grundstock ihrer Ausstellungstücke und Dokumente stammt von ihren Recherchen für das 80. Eingemeindungsjubiläum 1991. Seither wuchsen die Bestände permanent.

Doch wohin damit, wenn die Historikerin aller Voraussicht nach die Billerstraße verlassen muss? Schuber hofft auf ein Ersatzquartier im Erdgeschoss und mit Schaufenster, möglichst in der Nähe von St. Peter und Paul. "60 Quadratmeter würden reichen. Schön wäre ein kleiner zweiter Raum für Recherchegespräche." Bei der Suche nach einem neuen Domizil wollen ihr auch die Mistreiter im neuen Verein helfen. Dieser soll das Museumsstüble erhalten und pflegen, das Interesse für die Geschichte Oberhausens wecken, altes Kulturgut dokumentieren und Begegnungsstätte sein. Kulturelle Veranstaltungen - wie sie bereits regelmäßig stattfinden -, Führungen für Kinder und Seniorennachmittage sollen das Angebot abrunden.

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Bislang lasteten die Aufgaben alleine auf Schuber, die einen guten Teil ihres privaten Vermögens in ihr Hobby steckte. Mit ihren 75 Jahren will sie diese Aufgabe auf mehrere Schultern verteilen, zumal ein Projekt zum 100. Eingemeindungsjubiläum 2011 Zeit und Kraft der Historikerin beanspruchen.

Abgeordneter Hintersberger unterstützt Verein

Dennoch ließ sich Schuber breitschlagen, das Amt der ersten Vorsitzenden zu übernehmen. Neben den Oberhauser Stadträten Dieter Benkard und Theo Gandenheimer und anderen Persönlichkeiten kann Marianne Schuber auch auf die Unterstützung des Landtagsabgeordneten Johannes Hintersberger bauen.

Kontakt Wer sich für den Verein interessiert oder Marianne Schuber bei der Suche nach einem neuen Domizil helfen will, kann sie entweder unter Telefon 0821/42 30 52 kontaktieren oder direkt im Museumsstüble, Billerstraße 13, vorbeischauen. Geöffnet ist mittwochs und freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr.

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