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Leon Machère

20.07.2017

Nach Chaos am Kö: Internet-Star hat schon wieder Ärger mit Polizei

Weil mehr als 1000 Kinder und Jugendliche den Internet-Star sehen wollten, gab es am Kö im März chaotische Szenen. Die Polizei griff ein.
Bild: Peter Fastl

Im März löste Leon Machère tumultartige Szenen am Augsburger Kö aus und legte sich mit Beamten an. Trotz drohender Strafe macht er munter weiter.

Sein Besuch in Augsburg, der am Königsplatz für Chaos sorgte, liegt fast vier Monate zurück. Doch noch immer ist unklar, ob der Internet-Star Leon Machère, 24, wegen des Augsburger Auftritts bestraft wird. Leon Machère ist mit teils grenzwertigen Scherz-Videos bekannt geworden, die er über das Internet-Portal Youtube veröffentlicht.

Sein Besuch im März in Augsburg sprach sich so schnell herum, dass sich über tausend Kinder und Jugendliche vor dem Hotel Ost, wo er sich aufhielt, versammelten. Es gab auf dem Platz tumultartige Szenen, wegen des Gedränges drohte eine Panik (Wir berichteten im März: YouTube-Star sorgt für tumultartige Szenen am Königsplatz ).

Leon Machère beleidigte offenbar Polizisten

Als Leon Machère und seine Begleiter nach einem Katz-und-Maus-Spiel in der Innenstadt von der Polizei vorläufig festgenommen und zur Innenstadt-Wache gebracht wurden, soll er die Beamten unter anderem als "Scheißpolizei" beleidigt haben. Deshalb läuft gegen ihn nun ein Strafverfahren wegen Beleidigung. Die Polizei ermittelte zudem, weil ein Auto mit dem Youtube-Star an Bord mit hoher Geschwindigkeit durch das Haltestellen-Dreieck am Kö gerast sein soll.

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Der Internet-Filmer beschwerte sich hinterher per Videoclip, er habe stundenlang angekettet auf der Wache warten müssen. Zudem behauptete er, die Polizisten hätten sein Auto durchsucht und es dabei beschädigt. Tatsächlich hatte er längere Zeit bei der Polizei bleiben müssen, bis der Fall abgeklärt war. Die Polizei hat das Verfahren gegen den 24-Jährigen nach Informationen unserer Redaktion inzwischen an die Staatsanwaltschaft abgegeben.

Dort wird entschieden, wie es in dem Fall weitergehen soll. Möglich wäre, dass gegen Leon Machère, der mit bürgerlichem Namen Rustem Ramaj heißt, per Strafbefehl eine Geldstrafe verhängt wird. Öffentlich äußert sich die Staatsanwaltschaft erst, wenn eine Entscheidung getroffen wurde und alle Verfahrensbeteiligten informiert worden sind.

Polizeisirene am Privatauto: Ermittlungen wegen Amtsanmaßung

Viel gelernt aus dem Ärger mit der Augsburger Polizei hat der junge Mann offenbar nicht. Ein Video, das er erst vor wenigen Tagen veröffentlicht hat, ist nun Gegenstand neuer Ermittlungen. Unter dem Titel "Polizei-Sirenen Prank!!!" lässt sich Leon Machère mit einem Privat-Auto samt Blaulicht durch Hamburg fahren.

Mit einem Megafon spricht er Passanten an. Er nimmt Personenkontrollen vor und bringt die Kontrollierten unter anderem dazu, Liegestützen zu machen oder sich teilweise zu entkleiden. Das Video wurde schon rund 500.000 Mal aufgerufen. Auf der Plattform Youtube hat Leon Machère mehr als zwei Millionen Fans. (Lesen Sie auch: Dagi, Bibi und Gronkh: Das sind die erfolgreichsten Youtuber Deutschlands )

Schon mehrere Anzeigen gesammelt

Wie die Zeitung Die Welt berichtet, wurde wegen des Videos ein Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung eingeleitet. Bereits im Februar hatte Leon Machère ein Video veröffentlicht, in dem er und weitere Mitstreiter eine Festnahme-Situation vortäuschten. Auch dazu laufe ein Verfahren wegen des Missbrauchs von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg. Wie die Welt schreibt, musste die Polizei in der jüngeren Vergangenheit immer wieder wegen Aktionen des Mannes aktiv werden.

Erst vor wenigen Tagen sorgte eine Autogrammstunde erneut für einen Massenauflauf in der Bottroper Innenstadt. Die Veranstaltung war – wie auch in Augsburg – nicht vorab angemeldet. Voriges Jahr ließ Leon Machère sich auch über Nacht bei Ikea, McDonald’s und in einem Kino einschließen. Dafür bekam er ebenfalls Strafanzeigen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.07.2017
Warum bitteschön berichtet ihr über solche Spinner? Das ist kostenlose Werbung, auf die setzt doch der Typ. Diese ganze YouTube Star Sch.... ist so pervers. Die sind ein Nichts, aber werden u. A. als Stars tituliert. Und dann wundert man sich, dass die Kinder nichts mehr lernen wollen, da sie ja soooo einfach als YouTuber richtig Geld machen können. Arme Welt.
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