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Augsburg

22.03.2018

Nach Grippe-Engpass: Klinikum will Last verteilen

Am Klinikum Augsburg mussten kürzlich verschiebbare Eingriffe abgesagt werden. Jetzt soll es einen runden Tisch mit anderen Krankenhäusern geben, um die knappen Ressourcen besser zu nutzen.
Bild: Ralf Lienert/Symbol

Die Zahl der Patienten stieg, zugleich wurden Mitarbeiter krank. Nach dem Engpass in den vergangenen Wochen will das Klinikum für die Zukunft vorbauen.

Das Klinikum möchte als Reaktion auf die Kapazitätsengpässe der vergangenen Wochen einen runden Tisch mit den anderen Krankenhäusern der Region einrichten. „Wir müssen über das bisherige Maß hinaus miteinander diskutieren und uns abstimmen“, so Klinikums-Vorstand Alexander Schmidtke. Der Runde Tisch sei grundsätzlich sinnvoll, nicht nur in Zeiten der Grippewelle. „Es geht darum, wie man die knappen Ressourcen besser nutzen kann.“

Wie berichtet gab es am Klinikum in den vergangenen Wochen Probleme durch hohen Krankenstand der Mitarbeiter bei gleichzeitig gestiegener Patientenzahl. Teils konnten nur noch Notfallpatienten aufgenommen werden. Verschiebbare Eingriffe mussten abgesagt werden. Inzwischen normalisiert sich der Betrieb langsam wieder.

Notfallpatientenjaus der Region

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Verschärft wurde die Situation in den vergangenen Wochen dadurch, dass zahlreiche Kliniken im Umland ebenfalls Probleme hatten und sich bei der Rettungsleitstelle der Feuerwehr aus der Notfallversorgung abmeldeten. Rettungswagen mussten dann das Klinikum als Haus der höchsten Versorgungsstufe in der Region, das Notfallpatienten nicht abweisen kann, anfahren.

Der Ärztliche Vorstand Prof. Michael Beyer sagt, dass dieses Prozedere aus Sicht des Klinikums zu diskutieren sei. „Wenn ein kleineres Krankenhaus keine Intensivbetten mehr frei hat, ist klar, dass es keinen schwerwiegenden Fall aufnehmen kann. Patienten mit einer Kreislaufschwäche könnten aber trotzdem behandelt werden“, so Beyer. Dies habe man in den vergangenen Wochen der Leitstelle auch so mitgeteilt.

Mit Pflegeinrichtungen sprechen

Im Zuge einer regionalen Gesundheitskonferenz, die auch die Gewerkschaft Verdi befürwortet, müssten auch die Pflegeeinrichtungen an den Tisch geholt werden, so Pflege-Vorstand Susanne Arnold. Es gebe immer mehr Patienten, die nach einem Eingriff aufgrund ihres Alters nicht so schnell wieder auf die Beine kommen. Das Krankenhaus sei damit aber überfordert. Zum Höhepunkt der Grippewelle entließ das Klinikum ältere Patienten, die medizinisch austherapiert waren, aber noch zu schwach waren, um daheim allein über die Runden zu kommen. So sollte Platz für neue kritische Fälle geschaffen werden. Die Pflegeeinrichtungen in Augsburg seien dabei sehr hilfreich gewesen, so Arnold. Grundsätzlich müsse man sich aber Gedanken darüber machen, ob die Zahl der Kurzzeitpflegeplätze ausreichend sei.

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