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Augsburg

22.01.2021

Nach Kritik: Augsburger Impf-Hotline soll jetzt besser erreichbar sein

Unter dieser Telefonnummer ist das Impfzentrum in Augsburg erreichbar - wenn man durchkommt. Die Lage soll sich jetzt aber verbessern.
Bild: Peter Fastl

Plus In Augsburg hat Impfzentrums-Betreiber Bäuerle-Ambulanz die Telefon-Belegschaft aufgestockt. Von 5000 Anrufen konnten bisher nur 1000 bearbeitet werden.

Nachdem die Telefonhotline des Augsburger Impfzentrums zur Registrierung von Senioren ab 80 Jahren in den vergangenen Tagen chronisch überlastet war, wird Abhilfe geschaffen. Bisher, so Jan Quak, Chef der Bäuerle-Ambulanz, die das Impfzentrum im Auftrag der Stadt betreibt, seien 5000 Anrufe eingegangen, von denen nur 1000 beantwortet werden konnten. Der Rest der Anrufer landete bei einer automatischen Ansage. Inzwischen habe man die Telefon-Belegschaft auf acht Mitarbeiter aufgestockt. "Es wird im Moment schon wieder besser", so Quak. Man hoffe, die Anrufe nun besser entgegennehmen zu können.

Impfzentrum in Augsburg: Nach 17 Anrufen nicht durchgekommen

Senioren und Angehörige kritisierten gegenüber unserer Redaktion, dass sie teils auch nach 17 Anrufen nicht durchgekommen seien und die automatische Ansage völlig veraltet sei. Auch bei der Stadt gingen zuletzt deswegen viele Beschwerden ein. Die Hotlines der bayerischen Impfzentren sind eigentlich nur dafür gedacht, die Online-Registrierung, die in erster Linie den Ansturm auffangen soll, zu ergänzen. Gerade in der Gruppe der betagten Senioren, die als erste mit der Impfung dran sind, sind aber viele nicht in der Lage, sich übers Internetportal des Freistaats zu registrieren und weichen aufs Telefon aus. Erschwerend kommt hinzu, dass pro Email-Adresse nur eine Person registriert werden kann, was schon zu Problemen führt, wenn ein Ehepaar eine gemeinsame Adresse hat. In Augsburg gibt es rund 19.000 Senioren, die über 80 Jahre alt sind.

Laut Quak wird die bisherige Hotline-Nummer 03222 2006288 geändert. Hintergrund ist, dass es sich um eine Callcenter-Nummer handelt, die eigentlich kostenfrei für Anrufer sein sollte, von einigen Handyanbietern aber als kostenpflichtige Service-Nummer identifiziert wird. Die neue Nummer soll demnächst bekannt gegeben werden. Man habe, so Quak, vieles kurzfristig aus dem Boden stampfen müssen.

Corona: 25 Impfzimmer stehen in Augsburg bereit

Aktuell läuft die Registrierung von impfwilligen Augsburgern. Die ersten Termine (registrierte Personen werden via Mail oder SMS kontaktiert) hätten für kommende Woche vergeben werden sollen, allerdings verschiebt sich der Impfstart der Senioren wegen des momentanen Impfstoff-Lieferengpasses bayernweit. Rein technisch wäre man aber in der Lage, in Augsburg am 25. Januar zu starten, so Quak. Mit 2700 Quadratmetern Fläche in dem Bürogebäude auf dem ehemaligen Fujitsu-Areal an der Bgm.-Ulrich-Straße habe man viel Platz. 25 Impfzimmer und zwölf Anmeldungen gibt es dort. "Ich bin guter Dinge, dass wir eine hohe Anzahl an Impfwilligen durchbringen werden, sobald genug Impfstoff da ist", so Quak. Aktuell habe man 86 Mitarbeiter (davon 26 in Vollzeit) im Einsatz, rechne bei einem Hochfahren der Kapazitäten, wenn Impfstoff kein limitierender Faktor mehr sei, aber mit der doppelten Zahl. Geimpft werden soll dann an sieben Tagen die Woche.

Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) sagte, dass man momentan auf neue Lieferungen vom Freistaat warten müsse. "Das ist schwer für uns alle, weil wir es in Deutschland auch nicht gewohnt sind, dass Dinge nicht sofort zur Verfügung stehen", so Weber. Sie betonte, dass es keine Ausnahmen von der vom Bund festgelegten Priorisierung gebe, auch wenn Impfteams von Einzelpersonen immer wieder darauf angesprochen würden.

Keine Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen in Augsburg beobachtet

Bisher wurden in Augsburg 4759 Personen geimpft. Dabei handelt es sich um Heimbewohner sowie Mitarbeiter von Heimen, bestimmte Krankenhausmitarbeiter und Beschäftigte im Rettungsdienst. Inzwischen wurde in allen Heimen die erste Impfdosis verabreicht, in vier Einrichtungen ist der zweite Impfgang bereits abgeschlossen. Nebenwirkungen, so Gesundheitsamt und Bäuerle-Ambulanz, seien bisher nicht beobachtet worden.

 

Oberbürgermeisterin Weber sagte, dass man noch an einem Konzept arbeite, wie man Senioren, die nicht mehr mobil sind, keinen Helfer haben, um den Weg ins Impfzentrum zu schaffen, oder die sich kein Taxi leisten können, die Impfung ermöglichen wird. Die Stadt denkt über Unter-Impfzentren in manchen Stadtteilen nach. Dazu sei man in Gesprächen mit Wohlfahrtsverbänden und Pflegedienstleistern.

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