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Augsburg

14.03.2020

Nach Schließung in Königsbrunn: Wie steht es um den Real in Augsburg?

Wie es mit der Real-Filiale in der Reichenberger Straße in Augsburg weiter geht, ist ungewiss.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Seit einiger Zeit gibt es Spekulationen, wonach der Real-Markt in der Reichenberger Straße in Augsburg geschlossen werden könnte. Die Lage ist angespannt.

Spätestens seit bekannt wurde, dass der Metro-Konzern seine Supermarktkette Real an den russischen Investor SCP verkaufen will, machen sich Beschäftigte des Augsburger Markts in der Reichenberger Straße Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Schließlich wurde immer wieder berichtet, dass der neue Eigentümer nur wenige der 276 Real-Filialen selbst weiter betreiben möchte. Die anderen Läden sollen an Mitbewerber wie Kaufland, Edeka oder Globus gehen oder geschlossen werden. Wie ist die derzeitige Lage?

Für den Markt in Königsbrunn ist letzteres Szenario bereits eingetreten. Ende März 2021 soll der Laden – wie sechs weitere im ganzen Bundesgebiet – geschlossen werden. Das wurde bereits vergangene Woche bekannt und hat die Debatte noch einmal befeuert. Diese Entscheidung habe allerdings nichts mit dem Verkauf Reals durch den Mutterkonzern Metro an SCP zu tun, betont ein Real-Sprecher: Die Schließung dieser Märkte wäre auch unabhängig der Verkaufspläne erfolgt und sei somit keine Entscheidung des neuen Eigentümers.

Real in Königsbrunn: Schwierige wirtschaftliche Lage

„Hintergrund für die Schließung des Königsbrunner Markts ist die schwierige wirtschaftliche Lage des Standortes, die hohen Verluste in den letzten Jahren sowie eine fehlende Entwicklungsperspektive. Die Ergebnisprognosen für das laufende und für die kommenden Geschäftsjahre sind deutlich negativ“, so der Sprecher.

Noch treffe der neue Eigentümer ohnehin keine Entscheidungen, wie es mit den Real-Filialen weiter gehen wird. Der Verkaufsprozess sei noch nicht final abgeschlossen. „Das sogenannte ,Closing‘ wird seitens der SCP Group für das zweite Quartal 2020 erwartet“, erklärt der Real-Sprecher weiter. Dann werde sich der neue Eigentümer auch zu seinen weiteren Plänen äußern. Ideen, die eine Veränderung der Filialstruktur dahingehend betreffen, dass an Wettbewerber eine hohe Anzahl von Märkten übergeben werden soll, müssen dann vom Kartellamt genehmigt werden – so, wie es einst auch beim Verkauf von Kaiser’s Tengelmann der Fall gewesen ist.

Sprecher von Real: Eine "zukunftsorientierte Aussage" gibt es auch für Augsburg nicht.
Bild: Annette Zoepf (Symbol)

Dann wird es auch für die Augsburger Filiale wieder spannend. Aktuell äußert sich der Real-Sprecher wie folgt: „Es kann derzeit weder für Augsburg noch für irgendeinen anderen Standort aufgrund der zuvor genannten Gründe eine zukunftsgerichtete Aussage getroffen werden“.

Kenner der Augsburger Handelsszene gehen aber davon aus, dass eine Schließung des Markts in der Reichenberger Straße eher unwahrscheinlich ist. Viel eher sei das Szenario denkbar, dass diese Filiale an einen der genannten Wettbewerber übergeben wird. Dazu bleibt die Chance, dass der Standort Augsburg auch unter dem neuen Eigentümer weiter betrieben wird – und die dort Beschäftigten somit ihren Arbeitsplatz behalten.

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