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Augsburg

11.10.2019

Nach dem Umbau kommen neue Läden in die Bäckergasse

In der neuen Bäckergasse ist die Trennung von Fußweg und Fahrbahn aufgehoben. Der gesamt Bereich ist verkehrsberuhigt.

Plus Die Bäckergasse erholt sich nach der Bauphase, viele Geschäftsinhaber sind positiv gestimmt. Auch neue Händler sind da. Ein Schaufenster löst Diskussionen aus.

Die sanierte Bäckergasse kommt bei den Augsburgern an, auch Händler fühlen sich in der Altstadtstraße wohl. Während sich die vielen inhabergeführten Geschäfte und Gastronomiebetriebe langsam von der Umbauphase erholen, Kunden zurückgewinnen und jüngst mit dem Bäckergassenfest wieder auf sich aufmerksam machen konnten, sind andere Ladenbesitzer neu in der Straße ansässig geworden.

In der Bäckergasse haben gleich mehrere Geschäfte neu eröffnet

Die Rahmenhandlung Heydel beispielsweise gehört dazu, aber auch das Brautmodengeschäft "Die Brautflüsterin", das Inhaberin Melinda Dmuschewski im September eröffnet hat und das Kleider im Vintage-Look anbietet. Wenige hundert Meter entfernt hat sich "Lindland Wohnen und Genuss" niedergelassen. Hier gibt es Wohnaccessoires wie Decken, Kissen, Geschirr und Weihnachtsdekoration, dazu offene Öle und Spirituosen aus kleinen Manufakturen. Lindland teilt sich die Fläche der ehemaligen Spiegelburg mit dem Scan Ofenhaus. Es ist vom Klausenberg in die Bäckergasse umgezogen. "Skandinavische Öfen und Einrichtung passen perfekt zueinander", findet Lindland-Inhaberin Birgit Ableitner. Sie ist mit ihrem Start in der Bäckergasse sehr zufrieden. Ebenso wie Melinda Dmuschewski: "Es sind schon viele Kundinnen gekommen, die mich beim Bummel durch die Bäckergasse spontan entdeckt haben."

Im Schaufenster der Metzgerei Ottilinger hängt Rindfleisch zum Trocknen. Derart gereiftes Fleisch ist bei Kennern sehr beliebt.
Bild: Annette Zoepf

Der gläserne Reiferaum löst Diskussionen aus

Auch die Bäckerei Knoll und die Metzgerei Ottillinger, die ihre Gemeinschaftsfiliale während der Arbeiten in der Bäckergasse selbst völlig umgebaut haben, ziehen ein positives Fazit. Gelegentliche Diskussionen löst nur der gläserne Reiferaum aus, den Ottillinger gebaut hat, um sich nicht als klassische Metzgerei, sondern als Fleischmanufaktur zu präsentieren. Während einzelne Anwohner die dort hängenden Fleischstücke, die von der Bäckergasse indirekt und von der abgehenden Werbhausgasse direkt einsehbar sind, als "Zumutung" für Passanten beschreiben, sehen andere darin kein Problem. "Wer Fleisch isst, sollte auch wissen, woher es kommt", sagt ein Familienvater auf AZ-Anfrage.

Auch Metzgerei-Inhaberin Carolin Ottillinger hat bisher fast ausschließlich positive Rückmeldung bekommen. "Wir wussten, dass der Reiferaum vermutlich nicht jedem gefallen wird. Aber bislang sind bei mir nur zwei Beschwerden eingegangen." Dass Fleischkonsum in Zeiten der Klimadebatte auch kritisch beleuchtet wird, ist Ottillinger bewusst. "Uns geht es genau deshalb darum zu zeigen, woher unsere Produkte kommen, dass wir alles vom Tier verwerten und nicht nur das Filet und dass wir nur Fleisch aus artgerechter Haltung und aus der Region anbieten." Es gehe darum, lieber seltener und dafür gut zu konsumieren, statt täglich Fleisch zu essen. Wer über den Vorderen Lech weiter in die Innenstadt läuft, kommt an einer weiteren Neueröffnung vorbei. Gegenüber dem Kaffeehaus Bohéme hat ein Shop für Hundeaccessoires eröffnet – der dog’C Designer Dogshop.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Andrea Wenzel: Bäckergasse als positives Beispiel

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