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22.10.2008

Nach der Pause schwinden die Kräfte

Den haushohen Favoriten aus der Bundesliga im Pokalduell ein bisschen zu ärgern, hatten sich die Fußballerinnen des TSV Schwaben Augsburg für die zweite DFB-Hauptrunde vorgenommen - und eine Halbzeit lang klappte das gegen den SC Freiburg richtig gut. Erst als bei den Schwaben-Frauen die Kräfte schwanden, trat der Zwei-Klassen-Unterschied deutlicher zu Tage und der Regionalligist aus Augsburg verlor 1:5 (0:0).

Trotzdem nahmen die Gastgeberinnen hoch erhobenen Hauptes und mit einem Lächeln auf den Gesichtern den ausgiebigen Beifall ihrer Fans entgegen, denn mit viel Einsatz und Tatendrang hatten sie ihrem Publikum eine attraktive erste Halbzeit geboten. Kein vorsichtiges Abtasten, kein Mauern, kein Abwarten, stattdessen flotter Angriffsfußball mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten. "Ich glaube, das war richtig Werbung für den Frauenfußball, auch wenn natürlich klar war, dass wir das kräftemäßig über 90 Minuten nicht durchhalten können", so Schwaben-Trainer Roland Klemmer.

Kein Gegentor in den ersten 45 Minuten

Seine Mannschaft setzte über weite Strecken das durch, was er von ihr gefordert hatte: Den spielerisch ausgereifteren Gegner möglichst früh zu stören, eng zu decken und 20 Minuten kein Gegentor zu kassieren. Begünstigt durch ein wenig Glück und hervorragende Paraden von Schwaben-Keeperin Manuela Kellerer hielten die Gastgeberinnen ihren Kasten sogar die komplette erste Halbzeit sauber - trotz der jederzeit brandgefährlichen U19-Europameisterin Susanne Harle auf Freiburger Seite. Auch die Augsburgerinnen hatten ihre Möglichkeiten - zum einen durch Iris Maisterl, die ein immenses Laufpensum absolvierte, zum anderen durch Carolin Graf, die in der 26. Minute die wohl beste Chance vergab, als sie in aussichtsreicher Position am Pfosten vorbei schob.

Eine Halbzeitpause und eine Gardinenpredigt von Freiburgs Coach Günter Rommel später legten die Gäste noch einen Zahn zu, während das Schwaben-Spiel an Kraft, Konzentration und Präzision verlor. Wie erwartet, war es Susanne Hartel, die den Torreigen der Freiburgerinnen eröffnete. Mit einem Kopfball überwand sie Manuela Kellerer zur 1:0-Führung (50.). Danach ging es Schlag auf Schlag, innerhalb von 20 Minuten hatte Freiburg auf 5:0 erhöht. Trotzdem gaben sich die Gastgeberinnen nicht geschlagen und wurden mit dem Ehrentreffer durch Manuela Kallart (85.) belohnt. "Unsere ganze Mannschaft hat eine super Leistung gebracht", freute sich Kallart anschließend über diesen sportlichen Vergleich gegen einen Hochkaräter aus der Bundesliga, "wir waren so motiviert, denn so schnell werden wir das wohl kein zweites Mal erleben".

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