Newsticker

Corona-Warn-App erreicht 15 Millionen Downloads
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Nach tödlicher Attacke in Augsburg: Ehefrau nicht vernehmungsfähig

Augsburg

07.12.2019

Nach tödlicher Attacke in Augsburg: Ehefrau nicht vernehmungsfähig

Menschen stellten zum Gedenken an den getöteten Feuerwehrmann am Augsburger Königsplatz Kerzen auf.
Bild: Michael Hochgemuth

Ein 49-jähriger Feuerwehrmann in Augsburg wird niedergeschlagen. Die Polizei sucht nach den Tätern - und veröffentlicht heute Nachmittag möglicherweise Details.

Hinweis: Aktuelle Informationen zur tödlichen Prügelattacke in Augsburg finden finden Sie hier.

 

Ein 49-jähriger Mann aus dem Landkreis Augsburg ist in der Nacht auf Samstag am Königsplatz niedergeschlagen worden und kurz darauf im Rettungswagen gestorben. Die unbekannten Täter - laut Polizei erfolgte der Angriff aus einer Gruppe von sieben jungen Männern - flüchteten zu Fuß in Richtung Bahnhofstraße. Die Ermittlungen laufen laut Polizei auf Hochtouren. Bei dem Opfer handelte es sich um einen Mitarbeiter der Augsburger Berufsfeuerwehr, der privat unterwegs war. Nahe des Tatorts brennen seit Samstagabend Kerzen. Die Berufsfeuerwehr legte ein beschriftetes Band nieder.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Mann kam mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar gegen 22.40 Uhr auf dem Heimweg vom Christkindlesmarkt am Königsplatz vorbei. Dort kam es zu einem verbalen Streit mit einer siebenköpfigen Gruppe junger Männer. Die Ursache und der genaue Verlauf des Streits waren am Wochenende noch Gegenstand der Ermittlungen.

Prügelattacke in Augsburg: Begleiter erleidet Verletzungen im Gesicht

Laut Polizei schlug dann ein Mann aus der Gruppe den 49-Jährigen gegen den Kopf, woraufhin dieser stürzte und zu Boden ging. Auch der Begleiter, 50, des Mannes wurde laut Polizei von mindestens einem Mann aus der Gruppe geschlagen. Er erlitt heftige Verletzungen im Gesicht. Die beiden Ehefrauen wurden nicht angegriffen und blieben körperlich unverletzt, so die Polizei. Der Vorfall ereignete sich im Bereich nahe des Manzù-Brunnens. Laut Polizei ist die Ehefrau des getöteten Mannes aufgrund ihres psychischen Zustandes nicht vernehmungsfähig.

Die alarmierten Polizisten leisteten dem am Boden liegenden Opfer erste Hilfe, bis der Notarzt kam. Trotz Reanimationsmaßnahmen starb der Mann gegen 23.30 Uhr noch vor Ort im Rettungswagen. Die genaue Todesursache stand zunächst nicht fest. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach der Tätergruppe und sperrte den Tatort ab. Zahlreiche Streifen waren gegen Mitternacht in der Innenstadt unterwegs, allerdings ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei bildete am Samstag eine 20-köpfige Ermittlergruppe.

Feuerwehrmann in Augsburg tot: Täter flüchteten vom Königsplatz in Richtung Bahnhofstraße

Konkrete Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort oder der Identität des oder der Täter habe man bisher nicht, so die Polizei. Unter anderem sei man aktuell dabei, die Aufnahmen der Videoüberwachung am Königsplatz auszuwerten. Voraussichtlich bis zum Sonntagnachmittag werde die Auswertung von Bildmaterial rund um den Tatort dauern, so ein Polizeisprecher am Samstagnachmittag. Sofern man an verwendbares Material komme, würden Fahndungsfotos in Absprache mit der Staatsanwaltschaft veröffentlicht. Seit einem knappen Jahr zeichnen 15 Kameras der Polizei das Geschehen am Königsplatz auf.

Nach einem Schlag ins Gesicht ist am späten Freitagabend ein Mann am Augsburger Königsplatz gestorben.
Bild: Christoph Bruder

Toter Feuerwehrmann in Augsburg: Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden

Zu weiteren Einzelheiten schweigt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen. Auch eine nähere Beschreibung der verdächtigen Gruppe, etwa was Körpergröße und Kleidung der Personen betrifft, wurde bisher seitens der Polizei nicht veröffentlicht. Die Ermittler bitten Passanten, die die siebenköpfige Personengruppe möglicherweise schon vorher im Bereich des Königsplatzes gesehen haben, denen die Gruppe anderweitig aufgefallen ist oder die etwas zum weiteren Fluchtweg sagen können, sich bei der Kripo unter der Telefonnummer 0821/323 3810 zu melden.

Gribl: "Die Gewalttat ist bestürzend und macht fassungslos"

Bei dem Todesopfer handelte es sich um ein Mitglied der Berufsfeuerwehr Augsburg. Die Stadt bestätigte am Samstag entsprechende Gerüchte. "Die Gewalttat ist bestürzend und macht fassungslos. Unser aller Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen des Verstorbenen, seinen Freunden und Kollegen bei der Stadt Augsburg, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden bei der Berufsfeuerwehr", so Oberbürgermeister Kurt Gribl. Er danke allen, "die jetzt solidarische Haltung zeigen und sich zu Gewaltfreiheit und unseren Werten bekennen". In den sozialen Netzwerken gab es etliche Beileidsbekundungen von Stadträten, Hilfsorganisationen und Feuerwehren (mehr dazu).

In einer aktuellen Folge unseres Podcasts erklärt Reporter Stefan Krog die Hintergründe der Tat am Königsplatz – und erzählt, wie Journalisten mit dem Fall umgehen. Den Podcast "Augsburg, meine Stadt" finden Sie auf Spotify, iTunes und überall sonst, wo es Podcasts gibt.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

08.12.2019

Außerdem haben sie ja zwei zum Glück unverlerzte Frauen als Zeuginnen. Bin mir ziemlich sicher, dass die Polizei von den Frauen genaue Täterbeschreibungen bekommen haben!

Permalink
08.12.2019

Da bin ich anderer Meinung. Die Frauen standen oder stehen bestimmt noch unter Schock, so das ich nicht viel von den Zeugenaussagen erwarte. Unter Stress entfallen bestimmt Details und das kann man ihnen nicht einmal übel nehmen.

Da bin ich eher ein Fan der Veröffentlichung der Videoaufnahmen, sollte es hoffentlich welche geben. Denn je länger die Polizei damit wartet, desto eher haben die Täter die Chance zu verschwinden. Ich bin immer noch fassungslos. 7:2, was für ein feiges Pack.

In diesem Sinne

Permalink
08.12.2019

Mein allergrößtes Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen.

Das Verhältnis 7:2 ist einfach nur feige und hinterfotzig. Ich bin mir sicher, dass sich diese Menschen nur in der Gruppe stark fühlen und starke Minderwertigkeitskomplexe haben. Ehre wird bei solchen Menschen nicht groß geschrieben.

Es wird Zeit, dass die Polizei die Videoaufnahmen so schnell wie möglich veröffentlicht, damit diese feige Bande dingfest gemacht werden kann.

Und dann hoffe ich inständig, dass diese Täter mindestens 21 Jahre alt sind, dass diese nicht mehr nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden können. Denn dort ist die Höchststrafe leider nur 10 Jahre.

In diesem Sinne

Permalink
07.12.2019

Der Vorfall zeigt auf, dass Videoüberwachung - mit all seinen Konsequenzen - notwendig ist.

Permalink
08.12.2019

Wieso?
Die Menschen sind tot oder verletzt.
Die Täter noch immer frei.
Die Polizei hat die Videos nicht veröffentlicht. Braucht also offensichtlich keine Hilfe der Öffentlichkeit.
Ob die Täter aus der Gruppe heraus klar identifiziert werden können, ist auch nicht bekannt.

Was also verführt Sie derzeit zu dieser Aussage? Bislang ist noch nicht mal genau zu erfahren , dass die Video-Überwachung auch den Vorfall abgedeckt hat.

Permalink
08.12.2019

>> (Thomas T.) Die Menschen sind tot oder verletzt. Die Täter noch immer frei. Die Polizei hat die Videos nicht veröffentlicht. Braucht also offensichtlich keine Hilfe der Öffentlichkeit. <<

Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen, oder hetzen Sie hier nur gegen Videoüberwachung?

>> Die Polizei hat die Videos nicht veröffentlicht. Braucht also offensichtlich keine Hilfe der Öffentlichkeit.
Voraussichtlich bis zum Sonntagnachmittag werde die Auswertung von Bildmaterial rund um den Tatort dauern, so ein Polizeisprecher am Samstagnachmittag. <<

Permalink
07.12.2019

Man darf gespannt sein, welche Täter hier ermittelt werden. Mitten in Augsburg wieder ein Tötungsdelikt aus einer 7 köpfige Männergruppe.

Permalink
07.12.2019

Der Königsplatz ist Video überwacht von daher müsste es doch möglich sein die "Personengruppe " schnellstens dingfest zu machen.

Permalink
08.12.2019

Der Bereich der Außengastronomie von McD ist davon ausgenommen.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren