Defibrillator

30.03.2017

Nachahmung empfohlen

Der öffentliche Defi hängt am Pfarrheim Edith Stein in der Hammerschmiede – Nachahmung empfohlen.
Bild: Gabele

Hammerschmiedler hoffen, dass andere ihrem Vorbild folgen

Die Arbeitsgemeinschaft Hammerschmiede ist stolz auf ihre neueste Errungenschaft. Öffentlich zugänglich hängt an der Hauswand des Pfarrheims Edith Stein von Christkönig an der Neuburger Straße jetzt ein „Defibrillator“, kurz „Defi“ genannt. Dieses Gerät erhöhe die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederbelebung bei plötzlichem Herzstillstand.

Deutschlandweit sterben jährlich circa 140000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Als Ursache werden Herzrhythmusstörung, der Verschluss eines Herzkranzgefäßes oder eine Herzmuskelentzündung genannt. Diese treten nicht nur bei älteren Menschen, sondern auch bei jungen und fitten Menschen auf.

Doch gerade in der Phase, in der das Herz nicht mehr im richtigen Rhythmus Blut durch den Körper pumpt, könnte dem Patienten nach Expertenauskunft noch entscheidend geholfen werden. Eine Herzdruckmassage kombiniert mit dem Elektroschock eines „Defis“ könne Leben retten.

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Umso erstaunlicher sei, dass es in Augsburg, im Unterschied zu anderen Städten, bisher keine ständig verfügbaren öffentlich zugänglichen Defibrillator gibt. Nach einer langen Sponsorensuche kann die Hammerschmiede nun als erster Stadtteil stolz die Anschaffung eines zu jeder Zeit öffentlich zugänglichen Geräts bekannt geben. Dieses wurde durch die Arge Hammerschmiede beschafft. Das selbstsprechende Gerät kann im Notfall von jedem Bürger entnommen und durch die Sprachanleitung sicher genutzt werden.

Dennoch werden aktuell in mehreren Schulungen unter dem Titel „Wir, die Hammerschmiede retten durch defibrillieren Menschenleben!“ Neben einer theoretischen und praktischen Einweisung gibt es hier eine wichtige Botschaft: Im Ernstfall darf und soll der Defibrillator von jedem Bürger benutzt werden, denn dieser kann aufgrund seiner intelligenten Automatik nur dann „schocken“, wenn der Patient einen Stromstoß benötigt.

Besonderer Dank geht an den Berufsfeuerwehrmann Simon Grewenig sowie an regionale Firmen, die durch ihre finanzielle Unterstützung zum Erfolg des Projektes beigetragen haben. Auch wenn alle hoffen, dass der Defibrillator nie gebraucht wird, sind die Hammerschmiedler froh, nun ein solches Gerät in ihrer Nähe zu haben. Sie würden sich freuen, wenn ihre Initiative Schule machen würden. (AZ)

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