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Nahverkehr: Die Reform muss verbessert werden

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Kommentar Von Michael Hörmann
12.03.2018

Die Stadtwerke haben eine erste Bilanz seit der Umstellung der Tarife vorgelegt. Ein Teil der Rechnung geht wohl auf, doch der Ärger bei den Kunden bleibt.

Die Zwei-Monate-Bilanz der Stadtwerke kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Unmut der Fahrgäste über die umstrittene Tarifreform weiterhin groß ist. Auch wenn sich der empörte Aufschrei in der Öffentlichkeit vorerst gelegt hat, sind die größten Mängel der Reform offenkundig: Das Kurzstreckenticket mit seinen fünf Haltestellen inklusive Einstieg ist viel zu kurz gegriffen. Jede zweite Beschwerde, die in den ersten Wochen bei den Stadtwerken auflief, bezog sich auf eben jenes Kurzticket. Dass hier zwingend nachgebessert werden muss, ist absehbar. Auch der Wegfall der Wochenkarte wird von vielen Fahrgästen nach wie vor beklagt. Nicht jeder will ein Monatsabo.

Der Augsburger Stadtrat hat sich zuletzt bereits auf die Seite der unzufriedenen Fahrgäste gestellt. Die Politik ist gewillt, am Reformwerk Korrekturen vorzunehmen. Daran hat sich nichts geändert. Zu groß ist der Druck vonseiten der Fahrgäste.

Dass die Stadtwerke sich gegenwärtig über mehr verkaufte Abos freuen, ist aus Unternehmenssicht nachvollziehbar. Es verbessert die Einnahmensituation. Dass die Zahl der Fahrgäste gestiegen ist, liegt aber an den verkauften Abos. Der Rückgang bei den Einzelfahrten – es sind die Gelegenheitsfahrer – muss jedoch ein Weckruf sein. Die Zwei-Monate-Bilanz kann insofern nicht dazu dienen, die Reform in der jetzigen Form dauerhaft beizubehalten.

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