1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Nahverkehr: Kinder-Tickets sind in Augsburg besonders teuer

Augsburg

05.12.2019

Nahverkehr: Kinder-Tickets sind in Augsburg besonders teuer

Die Tickets für den Nahverkehr sind in Augsburg im Vergleich zu anderen Städten in einigen Bereichen teuer.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus In einer Rangliste liegt der Augsburger Nahverkehr bei den Preisen auf Platz 20 von 43. Sehr teuer ist es für Kinder und Schüler, auch Einzeltickets kosten viel.

Augsburgs Nahverkehr liegt im Vergleich von 43 deutschen Städten beim Preisniveau im Mittelfeld. Bei einem Vergleich, den das Internetportal „testberichte.de“ angestellt hat, kommt die Stadt auf Platz 20. Der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) ist aktuell dabei, seine Nahverkehrstarife zu überarbeiten, weil die 2018 in Kraft getretene Tarifreform zwar einerseits zu mehr Abonnenten und somit Fahrgästen geführt hat, andererseits einen Teil der Gelegenheitsfahrgäste wegen Preiserhöhungen verärgert hat.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Übersicht des Preisvergleichs: Einzelticket in Augsburg recht teuer

Einzeltickets: Mit 3 Euro für ein Einzelticket ist Augsburg relativ teuer (Platz 35). Verglichen wurden Tickets, mit denen man im ganzen Stadtgebiet fahren kann. Keine Rolle spielen Länge des Streckennetzes und der Takt, der im Augsburger Netz mit fünf Minuten relativ dicht ist. Ab dem Jahreswechsel dürfte sich die Situation übrigens etwas anders darstellen: Während bei vielen Verkehrsverbünden Preissteigerungen angekündigt sind, soll es im AVV im Hinblick auf die anstehenden Änderungen – und womöglich auch auf die anstehenden Kommunalwahlen – keine Anpassungen geben. Die Mindereinnahmen werden zunächst über Zuschüsse des Freistaats aufgefangen.

Kurzstrecke: Mit 1,50 Euro ist Augsburg hingegen relativ günstig und belegt Platz 3. Am teuersten sind Köln und Bonn mit 2 Euro. Problem ist, dass sich Kurzstrecken schwierig vergleichen lassen. In Augsburg darf man fünf Haltestellen (inklusive Einstiegs- und Ausstiegshaltestelle) fahren. Spitzenreiter Stuttgart (1,40 Euro) erlaubt vier Haltestellen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Abo: Während die Einzelfahrausweise eher teuer sind, liegt Augsburg bei den Abos im günstigsten Viertel (Platz 10). In Augsburg wurde das Mobil-Abo für zwei Preisstufen ohne Zeiteinschränkung (52,50 Euro) herangezogen. Damit lohnt sich ein Abo ab 18 Fahrten im Monat im Vergleich zum Einzelfahrausweis (bei Nutzung einer Streifenkarte erhöht sich der Wert etwas). Damit liegt Augsburg auf Platz 3 bundesweit.

Kind: Mit 1,80 Euro fürs Kinderticket schneidet Augsburg sehr schlecht ab (Platz 39). Wer mit Kind unterwegs ist, sollte sich überlegen, eine Tageskarte (6,80 Euro) zu kaufen. Hier dürfen unter der Woche ab 9 Uhr bis zu vier Kinder kostenlos mitfahren.

Schüler: Formal korrekt gerechnet haben die Tester beim Schülerabo, das mit 51,50 Euro (zwei Preisstufen) zu den teuersten in Deutschland zählt. Allerdings fand keinen Eingang in die Rechnung, dass die Stadt Eltern seit zwei Jahren einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent bezahlt, sofern der Schulweg ohnehin nicht komplett vom Freistaat erstattet wird (ab einer Entfernung von drei Kilometern bei weiterführenden Schulen). Rechnet man den freiwilligen Zuschuss der Stadt ein, rangiert Augsburg beim Zwei-Zonen-Schülerabo wieder im vorderen Mittelfeld.

Lesen Sie auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

05.12.2019

>> Formal korrekt gerechnet haben die Tester beim Schülerabo, das mit 51,50 Euro (zwei Preisstufen) zu den teuersten in Deutschland zählt. Allerdings fand keinen Eingang in die Rechnung, dass die Stadt Eltern seit zwei Jahren einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent bezahlt, sofern der Schulweg ohnehin nicht komplett vom Freistaat erstattet wird (ab einer Entfernung von drei Kilometern bei weiterführenden Schulen). <<

Das ist nicht nur formal korrekt; diese Verbilligung gibt es nur für im Stadtgebiet Augsburg wohnende Schüler.

In den Landkreisen zahlen Kinder ohne Erstattungsanspruch den hohen Preis, der als Abo nur 1 Euro unter dem Erwachsenen-Abo liegt!

Und im ganzen AVV ist dieser hohe Preis z.B. für Auszubildende maßgeblich!

Permalink
05.12.2019

Zu den zu hohen Preisen für Kinder sollte noch berücksichtigt werden, dass die Online-Tickets und -Streifenkarten, die mittels Mobiltelefon gekauft und entwertet werden günstiger sind, als die auf Papier.
Gleichzeitig gestattet es der AVV aber nicht, dass die Online-Tickets von Personen unter 18 verwendet werden. Diese müssen also auf die teureren, papierenen Tickets zurückgreifen. Ein Unding in der heutigen Zeit!

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren