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Kriegshaber

10.11.2013

Neue Aussegnungshalle für Friedhof

Das Modell zeigt: Die neue Aussegnungshalle auf dem Friedhof Kriegshaber ist einem Samenkorn nachempfunden. Kirchenpfleger Anselm Berger, Architekt Klaus Meier, Verwalter Hans-Georg Mayer und Pfarrer Groll (von links) freuen sich, dass das Bauvorhaben in trockenen Tüchern ist.
Bild: Annette Zoepf

Diözese trägt das Gros der Kosten. Bisheriges Gebäude macht dem Neubau Platz.

Kriegshaber Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertrag und Totensonntag – der November bietet reichlich Gelegenheit, der Verstorbenen zu gedenken. In diese Zeit fällt eine Nachricht der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit zur Zukunft des Friedhofs Kriegshaber. „Der Diözesanbauausschuss hat grünes Licht für den Neubau unserer Aussegnungshalle gegeben“, sagt Pfarrer Gerhard Groll. Die Diözese trägt auch das Gros der Kosten von 1,76 Millionen Euro, eine halbe Million muss die Kirchenstiftung stemmen.

Schon seit langem besteht der Wunsch, die 110 Jahre alte Aussegnungshalle durch einen Neubau zu ersetzen. Angehörige und Besucher klagen über den maroden Zustand und die räumliche Einheit von Aufbahrungsraum und Trauerhalle, die immer wieder zu Konflikten führt.

Ursprünglich sollte der Neubau auf dem Linde-Areal südlich des Friedhofs entstehen. Nachdem die städtische Wohnungsbaugesellschaft dort Mietwohnungen und gemeinsam mit der Lebenshilfe ein Servicehaus bauen will, änderte die Pfarrei ihre Pläne. Das Bestandsgebäude wird abgerissen, an ihrer Stelle soll der Neubau nach den Entwürfen von Architekt Klaus Meier entstehen. Die geschwungene Form ist einem Samenkorn nachempfunden, für Pfarrer Groll ein Symbol des Neubeginns. Ein Samenkorn müsse in der Erde sterben, um neues Leben hervorzubringen, zitiert er das Johannes-Evangelium.

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Im Zentrum des Gebäudes befindet sich der Raum für Trauerfeiern, in dem es ausreichend Platz und Sitzmöglichkeiten gibt. Im äußeren Bereich, entlang der Südseite, gruppieren sich die beiden Aufbahrungskammern für jeweils zwei Särge und ein Abschiedsraum. Auf der gegenüberliegenden Seite entstehen Verwaltungs- und Personalräume, eine Sakristei und Sanitäranlagen. Neben dem Pfarrer und dem Verwalter Hans-Georg Mayer freut sich auch Kirchenpfleger Anselm Berger auf den Neubau. „Damit setzen wir einen neuen Akzent auf dem Friedhof für die nächsten Generationen.“

Alle Beteiligten müssen improvisieren

Der Bauantrag sei bei der Stadt eingereicht, die Ausschreibungen könnten noch in diesem Jahr getätigt werden, sagt der Architekt. Er rechnet mit einem Abriss der alten Halle im nächsten Frühjahr, der Neubau könnte Ende 2014 oder Anfang 2015 fertig sein. Bis dahin müssen alle Beteiligten mit einem Provisorium leben. Laut Groll wird überlegt, Trauerfeiern während des Baus in der Seitenkapelle der Kirche abzuhalten. Eine bestehende Halle auf dem Friedhof soll als Aufbahrungsraum dienen. „Man kann sie entsprechend gestalten“, sagt Groll. Offen sei, ob die Mitarbeiter dort oder im Pfarrhaus unterkommen.

Noch ist die Strecke zwischen Kirche und Friedhof über die Ulmer- und Neusässer Straße mit Umwegen verbunden. Die Stadt hat der Pfarrei jedoch versprochen, im Zuge der Bauarbeiten auf dem Linde-Areal eine direkte Verbindung zu schaffen. Dafür bleibe sie bei der Finanzierung der Aussegnungshalle außen vor, sagt Groll. Der Eigenanteil werde ausschließlich aus den Rücklagen und den laufenden Einnahmen der Friedhofsverwaltung bestritten und nicht aus anderen Töpfen der Pfarrei, betont er.

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