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Verkehr

28.11.2016

Neue Bahnwerkstatt in Betrieb

In Augsburg werden jetzt auch Meridian-Elektrozüge gewartet. Links wird einer in die neue Halle gefahren.
Bild: Bayerische Regiobahn

Warum in Augsburg jetzt auch die Meridian-Elektro-Züge aus dem Raum München gewartet werden

Die Deutsche Bahn hat ihr Betriebswerk an der Firnhaberstraße im Augsburger Hochfeld Ende der 1990er Jahre aufgegeben. Dort befindet sich heute der Bahnpark. Doch ganz im Süden des Geländes wird wieder regelmäßig an Zügen geschraubt. Dort hat die Bayerische Regiobahn, die mit 28 Dieseltriebwagen die Paartal- und Ammerseebahn betreibt, 2011 zusammen mit der Localbahn ein Betriebswerk gebaut.

Jetzt hat der Mutterkonzern der BRB, das Unternehmen Transdev, in Augsburg noch mal mehrere Millionen Euro investiert. Eine 130 Meter lange neue Halle ist entstanden, in der jetzt auch 35 Züge des Schwesterunternehmens Bayerische Oberlandbahn gewartet werden. Es handelt sich um die elektrischen Triebzüge, die unter dem Namen „Meridian“ auf der Strecke München – Rosenheim – Salzburg unterwegs sind.

Auf Augsburg war die Wahl gefallen, nachdem sich Pläne für eine Werkstatt in München auf absehbare Zeit zerschlagen hatten. Zuletzt wurden die Züge in Regensburg gewartet. In Augsburg sind jetzt 55 Mitarbeiter im Transdev-Betriebswerk beschäftigt. Bei überraschend auftretenden Störungen von Meridian-Zügen könne man nun schneller reagieren, so Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Regiobahn. Pro Tag rollen nun etwa zwei Züge aus München in Augsburg zur Wartung an. Sie bleiben in der Werkstatt zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen.

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Die Bayerische Regiobahn fährt seit 2009 die Regionalzüge Richtung Aichach/Ingolstadt und Ammersee/Weilheim-Schongau. Ab 2018 wird sie auch noch die Züge auf der Kneipp-Lechfeldbahn bedienen, nachdem sie eine Ausschreibung des Freistaats gewonnen hat und sich gegen die Deutsche Bahn (DB) durchgesetzt hat.

Allerdings werden in der Region die Karten im Nahverkehr bald wieder neu gemischt. Ab 2021 ist das Rennen offen, wer dann die Strecken Richtung München, Donauwörth, Dinkelscherben, Aichach/Ingolstadt sowie Weilheim-Schongau betreibt. Momentan teilen sich DB und BRB das Angebot, voraussichtlich im Jahr 2017 wird das Paket vom Freistaat als Ganzes ausgeschrieben.

Die DB Regio als Betreiber des Fugger-Expresses hatte zuletzt mit Problemen bei der Pünktlichkeit zu kämpfen gehabt. Allerdings lag dies auch an Rahmenbedingungen im Schienennetz, etwa dem Vorrang von Fernverkehrszügen vor dem Nahverkehr oder einem liegen gebliebenen Güterzug. Mit diesem Problem auf den Strecken Richtung München, Dinkelscherben und Donauwörth müsste sich allerdings auch ein anderer Betreiber herumschlagen.

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