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Augsburg

06.09.2018

Neue Horte für Lechhausen geplant

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Die Container auf dem Gelände der Birkenauschule in der Soldnerstraße beherbergt derzeit 45 Mädchen und Buben aus dem Kindergarten Lützowstraße und wird von Claudia Wißler-Scheel geleitet. Wann der Betrieb wieder zurückziehen kann, ist ihrer Auskunft nach noch ungewiss. Der Pavillon wird dann als Hort genutzt.
Bild: Annette Zoepf

Die Stadt Augsburg wird bei der Kinderbetreuung in der Lützowstraße umdisponieren. An der Steinernen Furt ist der Mietvertrag für einen Kindergarten bereits unterschrieben.

Lechhausen ist ein „Brennpunkt“, Pfersee „nicht ganz einfach“, Oberhausen „war auch schwierig“, und im Süden Augsburgs ist der Norden Göggingens sowie Haunstettens das Problem. So fassen Sozialreferent Stefan Kiefer und seine Mitarbeiter die aktuelle Lage der Kinderbetreuung im Stadtgebiet zusammen.

Nach Schilderung von Eva Maria Hermanns, Chefin der städtischen Kindertagesstätten, ist das Thema – auch mit Blick auf den Rechtsanspruch – in ständiger Bewegung. Steigende Geburtenzahlen auf der einen Seite und Engpässe bei Mitarbeitern – sei es in Kinderpflege oder bei Erziehern – auf der anderen, zwingen dazu, die Problemlösung in kurzen Abständen neu zu justieren. Deshalb betont auch Referent Stefan Kiefer, dass eine Momentaufnahme stets „Unschärfen“ birgt.

Eva Maria Hermann ist schwer zu erreichen, unter anderem deshalb, weil sie auf der Suche nach geeigneten Objekten viel unterwegs ist. Wie die Fachleute sagen, zu denen auch Claudia Klemm und Fachbereichsleiter Ulrich Wagenpfeil gehören, verfügt die Stadt Augsburg über knapp 13000 Betreuungsplätze und etwa 500 Tagesmütter.

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Die Bedarfsplanung besteht laut Sozialreferent Kiefer weiter, ebenso die Erkenntnis, dass sie erweitert werden muss. „Wir wollen auf 16000 Plätze ausweiten“, sagt er. Bis wann, das kann er so genau nicht sagen. „So schnell wie möglich“, ist seinen Worten nach der Anspruch.

Die Möbel sind schon angeschafft

Sehr viel verspricht sich Eva Maria Hermanns gegenwärtig vom Standort Steinerne Furt. Der Mietvertrag bei der Estatis Gruppe sei unterschrieben, der Mietbeginn für Februar nächsten Jahres festgeschrieben, sodass der neue, zwei-gruppige Kindergarten mit etwa 50 Plätzen voraussichtlich im März 2019 den Betrieb aufnehmen könne. Selbst die Möbel sind nach Auskunft der Amtsleiterin schon gekauft und eingelagert. Wie am ehemaligen Firmensitz des Gardinenherstellers Albani gebe es an vielen Stellen Lechhausens Überlegungen, die eine Anpassung ermöglichen würden. Egal, ob Neu- oder Umbau – Planungs- und Genehmigungsfristen sowie die gegenwärtig sehr starke Auslastung der Baufirmen müssten mit einkalkuliert werden.

Geänderte Ziele verfolgt die Stadt mittlerweile auch am Standort des Kindergartens Lützowstraße, der wegen eines undichten Daches in ein Ausweichquartier im Schulhof der Birkenauschule übersiedeln musste. Während in der Lützowstraße zunächst ein Anbau geplant war, um eine Krippe unterzubringen, sieht Eva Maria Hermann dort nun einen Hort für zweckmäßiger an. Auch den Pavillon bei der Birkenauschule will sie als Hort nutzen, wenn die Räumlichkeiten nicht mehr für den Ersatzkindergarten gebraucht werden. Dort könnten etwa 40 Hortkinder untergebracht werden.

Die Lage ist überall angespannt

Wenn die städtischen Fachleute sagen, dass die Kinderbetreuung derzeit „überall angespannt“ sei, meinen sie nicht nur in Augsburg. Vor Ort seien aktuell 400 bis 500 Kinder unversorgt. Doch auch dies ändere sich durch Zu-, Um- und Wegzüge ständig. Erschwert werde die Lage außerdem dadurch, dass manche Eltern nur in einer Kita – der Wunschkita – vorgemerkt sind, während sich andere mehrfach auf die Liste setzen lassen, sich nach der Zusage einer für sie annehmbaren Einrichtung aber nicht rückmelden.

Die Vergabekriterien werden laut Eva Maria Hermann in ihrem Amt über ein Punktesystem abgebildet. Dabei werden unter anderem die Geschwisterkinder berücksichtigt, die schon in einer bestimmten Einrichtung untergekommen sind. Als für die Eltern „zumutbar“ werde außerdem eine halbe Stunde Fahrzeit zur Kita angenommen.

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