Newsticker

Dänemark schließt Grenzen für deutsche Urlauber
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Neue Kindertagesstätte entsteht beim Abraxas

Augsburg-Kriegshaber

29.03.2015

Neue Kindertagesstätte entsteht beim Abraxas

Noch ist es nur eine Brachfläche, doch nördlich vom Kulturhaus Abraxas soll eine Kindertagesstätte für vier bis fünf Gruppen entstehen. Eröffnet wird diese wohl erst 2017.
Bild: Ruth Plössel

 In Kriegshaber mussten zwar weniger Absagen verschickt werden als befürchtet. Dennoch kann von einer entspannten Situation keine Rede sein

Von Christian Mühlhause

Kriegshaber Kriegshaber ist Augsburgs jüngster und kinderreichster Stadtteil. Das spricht dafür, dass es bei Familien ein beliebter Stadtteil ist, sorgt aber auch für Probleme. Vor allem bei der Zahl der Betreuungsplätze in den Kindergärten herrsche „Land unter“, war in den vergangenen Wochen immer wieder zu hören. Deswegen war das Thema auch der einzige Diskussionspunkt auf der Tagesordnung des Stadtteiltreffs CCKT. Hier tauschen sich unter anderem Vertreter von Kitas, Schulen, Pfarreien, Jugendarbeit und Arge Kriegshaber zweimal im Jahr über die Sorgen und Nöte des Stadtteils aus.

„Es sah so aus, als müssten wir dieses Jahr sehr viele Absagen schreiben, das hat sich beim Abgleich der Tageseinrichtungen so doch nicht bestätigt. Am Ende waren es 30 Absagen für den Kindergarten“, sagt Renate Nigg vom Familienstützpunkt Nordwest. Beim Abgleich schauen die Kitaleitungen, bei welchen Einrichtungen sich die Eltern überall beworben haben. Diese können bis zu drei Wünsche benennen, was die Bewerberlisten anschwellen lässt. Der Andrang kam auch daher, dass fast 30 Kinder für den Kindergarten angemeldet wurden, die erst ab Oktober drei Jahre alt werden. Diese sollen nun in der Krippe bleiben, die allerdings teurer ist als ein Platz im Kindergarten. Die Kapazitäten bei den Krippen wurden in den vergangenen Jahren ausgebaut. Wer in den kommenden Tagen nur Absagen erhält, kann sich unter der Telefonnummer 0821/65094790 beim Familienstützpunkt melden. „Die Erfahrung zeigt, dass dies ein Drittel der Betroffenen tut. Wir schauen dann, was wir für diese Eltern tun können“, so Nigg.

Dass die Betreuungsangebote nicht ausreichen, bestätigen sowohl Nigg als auch Sozialreferent Stefan Kiefer. „Wir werden auf dem Grundstück neben dem Kulturhaus Abraxas eine Kita bauen und dann schauen, ob das den Bedarf deckt. In Kriegshaber ist sehr viel Bewegung drin, was die Planungen schwierig macht“, so Kiefer. Damit meint er den Zuzug auf dem Reese-Areal. Wie viele Familien dort einmal wohnen werden, ist nicht klar. Planungsgrundlage sind die Angaben des Stadtplanungsamtes, die variieren. Hinzu kommt, dass auch das Flak-Areal bebaut werden soll. Die künftige Kindertagesstätte auf dem Reese-Gelände wird vier oder fünf Gruppen haben. Kiefer rechnet damit, dass sie im Verlauf des Jahres 2017 den Betrieb aufnehmen kann.

Beim CCKT kam die Frage auf, ob die geplante Kita groß genug ist, angesichts des Zuzugs. Damit rechnet Stephan Bednorz von der AGS nicht. Das städtische Tochterunternehmen vermarktet das Reese-Areal. „Die Firma Deurer baut noch Wohnungen, danach ist die erste Bauphase abgeschlossen. Die zweite Phase beginnt 2017, wenn der Kulturpark West zum Gaskessel umzieht. Die nächsten Familien ziehen also wahrscheinlich ab 2019 ein, wenn die jetzigen Kinder schon aus der Kita draußen sind.“

Dass ein weiterer Ausbau vor allem bei den Kindergärten nötig sein wird, damit rechnet Nigg. „Die Zahl der Krippenkinder ist stark gestiegen, die wollen dann auch alle einen Platz im Kindergarten. Für Eltern, die erst ab dem Kindergartenalter einen Platz suchen, wird es immer schwerer, hineinzukommen.“ Vor allem für Kinder mit Sprachdefiziten sei das schlecht, gab eine Kita-Leiterin zu bedenken. Eine weitere Option, die in den vergangenen Monaten diskutiert wurde, war, dass die Pfarrei St. Thaddäus 130 Plätze in einem Neubau hinter der Kirche an der Ulmer Straße schafft. Ob und wann das jetzt nötig ist, werden die Gespräche mit der Stadt zeigen, sagt Pfarrer Gerhard Groll. Weil die Stadt auf dem Reese-Areral eine Einrichtung baue, entspanne sich die Situation erst einmal.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren