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Augsburg

06.12.2017

Neue Planer fürs Umweltbildungszentrum

So stellen sich die Architekten den Neubau des Umweltbildungszentrums im Botanischen Garten vor.
Bild: Büro Hess/Talhof/Kusmierz

Der Sieger des Architektenwettbewerbs für das Umweltbildungszentrum kommt nicht zum Zug. Nun realisiert ein anderes Büro den Neubau.

Auf dem Betriebsgelände des Botanischen Gartens soll ab 2020 ein neues Umweltbildungszentrum für die Bevölkerung entstehen. Die Sieger des Architektenwettbewerbs kommen nun aber nicht zum Zug, dafür die Zweitplatzierten. „Ansonsten verläuft bisher alles nach Plan“, so Umweltreferent Reiner Erben.

Von einer „innovativen Scheune“ war die Rede, als der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs Ende März der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Nach den Auftragsverhandlungen kommen nun aber die Zweitplatzierten zum Zuge. Das Münchner Büro Hess/Talhof/Kusmierz wurde mit den weiteren Planungen beauftragt.

„Die Architektur des Münchner Büros stand bei allen Jurymitgliedern von Anfang an hoch im Kurs.“ Allerdings habe es noch einige offene Fragen gegeben, erläuterte Nicolas Liebig, Geschäftsführer der Umweltstation. Bei den Auftragsverhandlungen mit den drei Preisträgern hätten Hess/Talhof/Kusmierz dann mit einem deutlich verbesserten Entwurf überzeugt. Deswegen habe das Auswahlgremium den Stadträten im Bauausschuss empfohlen, die Münchner Architekten zu beauftragen, die Realisierung ihres Entwurfs weiter zu planen.

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Außergewöhnlicher Grundriss

Außergewöhnlich ist der Gebäudegrundriss der künftigen Umweltbildungsstation. Er soll das Spannungsfeld zwischen Wildnis und Kulturlandschaft symbolisieren. Außen hat das eingeschossige Gebäude eine schlichte, rechteckige Form in Holzbauweise. Innen entstehe durch organisch geschwungene Lehmstampfwände ein attraktives Foyer. Es teilt das Gebäude in drei Bereiche auf. „Das Zentrum steht für die wilde, dynamische Natur. Die Fassade symbolisiert den Rahmen, den wir Menschen der Natur setzen“ sagt Nicolas Liebig.

Damit skizziere der Gebäudegrundriss perfekt eine der grundsätzlichen Fragen, mit der sich die Umweltbildungsarbeit befasse: Wie viel Natur wollen und brauchen wir? Ein Großprojekt, das Augsburg in naher Zukunft beschäftigen und in dem diese Frage wichtig sein wird, ist der Flussumbau des Lechs mit dem Projekt „Licca liber“.

Warum das Zentrum nötig ist

Dass Umweltbildung in Augsburg nötig ist, davon ist Referent Erben überzeugt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Themen wie Klimawandel, Insektensterben oder Landverbrauch benötige Augsburg als Umweltstadt eine Institution, die das Bewusstsein für die Bedeutung intakter Landschaften schärft. Im Bildungszentrum wird künftig auch die Umweltstation zu Hause sein. Dort bekommen beispielsweise Buben und Mädchen erklärt, was sich in der heimischen Natur alles abspielt. Das Veranstaltungsprogramm und die Teilnehmerzahlen wachsen ständig. Bisher hat die Umweltstation kein eigenes Gebäude.

Spätestens im März 2018 soll klar sein, was das neue Umweltbildungszentrum kosten wird. Dann geht es auf die Suche nach Förder- und Sponsorengeldern. Im städtischen Haushalt sind in den nächsten Jahren 2018 bis 2020 insgesamt rund vier Millionen Euro eingeplant. Der Baubeginn wird für Sommer/Herbst 2019 angestrebt, die Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2020.

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