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01.07.2010

Neue Räume zum Geburtstag

Alina aus Thailand, Kelvin aus Nigeria, Bashar und Wissam aus dem Irak finden die neue Küche, die die Kartei der Not gespendet hat, super. Foto: Deniz
Bild: Deniz

Innenstadt Fünf Jahre Pro Jugend. Das heißt 2770 Jugendliche, die von der Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung (Arge) unterstützt wurden, um den Weg in die berufliche Ausbildung zu finden oder einen Schulabschluss nachholen zu können. Um das Jubiläum angemessen zu feiern und die Öffentlichkeit einzubinden, wollte Arge-Geschäftsführer Eckart Wieja eine öffentliche Einrichtung unterstützen. Freuen durften sich die Schüler der St.-Georg-Volksschule in der Innenstadt.

Gemeinsam mit den Pro-Jugend-Projektträgern wurden die Renovierungsmaßnahmen von 50 jungen Erwachsenen unter Anleitung von Daniel Fick (Neue Arbeit) vollzogen. Dabei wurden 92 Liter Farbe und Lack, 600 Meter Holzbretter, 4200 Schrauben und Dübel, zehn Quadratmeter Pflastersteine und 600 Kilogramm Grünschnitt verarbeitet. Nun erstrahlen die Räumlichkeiten und das Schulgelände in neuem Glanz.

Irakische Schüler profitieren von neuen Räumlichkeiten

Rektor Volker Kunstmann bedankte sich bei den Jugendlichen, die so fleißig mitgearbeitet hatten, und betonte: "Durch dieses Projekt erhalten unsere 35 Schüler aus dem Irak, die wir im Oktober 2009 in unserer Schule aufgenommen haben, die Möglichkeit, ein bisschen Normalität in Deutschland erleben zu dürfen und die Zeit nach der Schule mit einem guten Essen, Hausaufgabenbetreuung und mit Spiel und Spaß miteinander verbringen zu können." Die beiden neu geschaffenen Räume im Keller sind hell und freundlich. Noch steht nicht viel drin, denn die Möblierung kommt erst im August. Die Küchenzeile, die das Leserhilfswerk Kartei der Not spendete, hat ihren Platz bereits gefunden.

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Viel Lob für das Projekt

Der städtische Jugendreferent Max Weinkamm sagte in der voll besetzten Turnhalle der Schule am Aktionstag "Pro Jugend - Räume schaffen": "Ich freue mich, dass gerade die Kinder von diesem Projekt profitieren, die viel Leid durch die Veränderungen in der Welt erfahren haben." Für Peter Leinauer, Geschäftsführer der Jungen Werkstatt, ist Pro Jugend eine Erfolgsstory, die über andere Konzepte herausragt. Jürgen Reichert, Vorsitzender der St-Gregor-Jugendhilfe, kam ebenfalls zum Aktionstag. Er findet es hervorragend, wenn die Theorie so exzellent in die Praxis umgesetzt wird. Die Kinder der Übergangsklassen, denen die neuen Räume vor allem zugutekommen, präsentierten zu Herzen gehende Lieder und Gedichte und drückten auf diese Weise ihren Dank aus.

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