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Hochschule Augsburg

01.10.2019

Neue Reparatur-Station für Fahrräder und Skateboards

So sieht die Reparatur-Station für Räder an der Hochschule Augsburg aus.
Bild: Tanja Bux

An der Hochschule Augsburg gibt es eine Fahrrad-Reparatur-Station. Wer darf sie nutzen und wie funktioniert sie?

An der Hochschule Augsburg gibt es ein neues Angebot: eine Fahrrad–Reparatur-Station, an der man seinen Drahtesel bei Schäden selber schnell wieder fahrbereit machen kann. Die orangefarbene Säule steht auf dem Campus am Brunnenlech. Sie ist öffentlich zugänglich und sorgt bei vielen Studenten für Begeisterung, aber nicht nur bei ihnen.

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Die neue Service-Station steht nahe der Haunstetter Straße. Sie ist mit allen nötigen Werkzeugen ausgestattet, mit denen man einen Reifenplatzer oder andere kleinere Reparaturen erledigen kann. Schraubenzieher, Schlüssel und Luftpumpe sind mit Seilen an der Säule gesichert, damit sie nicht gestohlen werden. An der Säule gibt es außerdem eine Vorrichtung, an der man sein Rad aufhängen kann, um bequemer zu hantieren. Sollte man bei der Reparatur nicht mehr weiter wissen, kann man einen QR-Code auf der Vorderseite der Servicestation nutzen. So bekommt man online Zugang zu Gebrauchsanweisungen.

Reparatur-Säule an Hochschule Augsburg nicht nur für Radler interessant

Die Fahrradbeauftragte der Hochschule, Tanja Bux, sagt, die neue Reparatur-Säule sei nicht nur für Radler interessant, sondern auch für andere Zielgruppen. Skateboarder finden dort ebenfalls die nötigen Tools, um Vollgummireifen an ihren Brettern auszutauschen. Die Luftpumpe ist für alle Ventile zu verwenden, etwa für die Reifen von Kinderwagen.

Neue Reparatur-Station für Fahrräder und Skateboards

„Das große Ziel der Hochschule ist es, ein fahrradfreundlicher Arbeitgeber zu werden“, sagt Tanja Bux. Die neue Fahrrad-Reparatur-Station, die rund 1000 Euro gekostet hat, sei ein weiterer Schritt in diese Richtung. Neben der Service-Säule soll möglichst bald auch noch ein Schlauch-Automat aufgestellt werden, aus dem sich Radler rund um die Uhr mit Ersatzmaterial versorgen können. Längerfristig sei angedacht, auf dem Campus abschließbare Garagen für teure Räder und E-Bikes sowie Umkleideräume für Radler zu schaffen. Momentan sei das noch nicht möglich, weil es auf den beiden Arealen der Hochschule an der Haunstetter Straße und Friedberger Straße nicht genügend Platz gibt. Am fahrradfreundlichen Ausbau müsse auch das Staatliche Bauamt beteiligt werden, sagt Hochschulsprecherin Christine Lüdke. „Die Umsetzung kann nur schrittweise erfolgen.“

Positives Echo auf die neue Fahrrad-Reparatur-Station

Allerdings gibt es an der Hochschule in Sachen Fahrräder Handlungsbedarf. Zwar seien mit etwa 500 Stellplätzen für rund 430 Professoren und sonstige Beschäftigte sowie 6600 Studierende die baurechtlichen Vorschriften mehr als erfüllt, sagt Lüdke. Weil aber sehr viele Studenten mit dem Fahrrad kommen, sind die vorhandenen Stellplätze im Sommerhalbjahr eher knapp, besonders, wenn sie überdacht sind.

Dazu kommt, dass etliche kaputte Räder in den Abstell-Ständen vor sich hin gammeln. Vor dem Bibliotheksgebäude blockieren sie dringend benötigte Kapazitäten. Kaputte Räder müssen von der Hochschule regelmäßig entfernt werden, um wieder Platz zu schaffen. Bei der letzten Räumaktion im vergangenen Herbst gab es auch Betroffene, die verärgert waren.

Umso mehr freut sich Lüdke über das Echo auf die neue Fahrrad-Reparatur-Station. Im Internet gibt es viel Lob: „Sehr, sehr gute Einrichtung. Herzlichen Dank!“, lautet ein Kommentar. „Sehr geile Aktion!“, schreiben andere. Es gibt Kommentare, die sich mehr Reparaturmaterial an der Station wünschen. Insgesamt kommt das Angebot aber sehr gut an. Studentenvertreter Philipp Schubaur sagt: „Während in Augsburg überall E-Scooter mehr oder weniger im Weg stehen, ist doch der gute alte Drahtesel des Studenten bester Freund. Und weil auch die besten Freunde mal ein bisschen Zuwendung verdient haben, finden wir es super, dass wir jetzt eine Fahrrad-Servicestation bekommen haben.“ Das Angebot sei nicht nur umweltfreundlich, es könne auch von Anwohnern und Passanten genutzt werden, freut sich seine Kollegin Tamara Kartheininger.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Tolles Angebot an der Hochschule, nicht nur für Radler

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