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Augsburg

23.01.2015

Neuer Anlauf: Kommen diesmal mehr zur Anti-Pegida-Demo?

200 Menschen setzten bei der ersten Anti-Pegida-Kundgebung auf dem Königsplatz im Dezember ein Zeichen gegen Ausgrenzung. Am kommenden Montag sollen es mehr werden. Beginn ist um 18 Uhr.
Bild: Foto: Silvio Wyszengrad

Am Montag findet erneut eine Kundgebung auf dem Königsplatz statt. Beim ersten Mal kamen nur 200 Menschen. Warum die Organisatoren diesmal auf mehr Demonstranten hoffen.

Am 27. Januar ist der Gedenktag für Opfer des Nationalsozialismus. Einen Tag vorher, am kommenden Montag, gehen Augsburger gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung in unserer Zeit auf die Straße. „AugenAuF! Augsburg gegen Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit“ heißt die Aktion, die zum zweiten Mal stattfindet. Je nach Resonanz ist künftig sogar ein Wochenrhythmus in der Überlegung.

Längere Vorlaufzeit, viele Organisationen, Parteien und Vereine

Diese Resonanz war beim ersten Mal allerdings nicht besonders groß. Während in München 20 000 Menschen an einer Demonstration unter dem Motto „München ist bunt“ teilnahmen, in Saarbrücken 9000 für „Bunt statt braun“ eintraten, versammelten sich kurz vor Weihnachten gerade mal 200 Augsburger auf dem Königsplatz bei der Veranstaltung, die engagierte Privatleute kurzfristig auf die Beine gestellt hatten. Peter Biederwolf, einer der Organisatoren, hofft, dass es diesmal mehr werden. Es gab eine längere Vorlaufzeit, zahlreiche Organisationen, Parteien und auch Migrantenvereine waren eingebunden und haben versprochen, Mitglieder zu mobilisieren. Mehrere Hundert Zusagen gibt es bereits auf der Facebook-Seite im Internet.

Laut Biederwolf war im Dezember ein breites politisches Spektrum vertreten; das werde am Montag aller Voraussicht nach wieder der Fall sein. Auch wenn es in Augsburg noch keine Pegida-Demonstrationen gibt, wollen die Organisatoren von „AugenAuf!“ ein Zeichen setzen. „Es brennt. Und es gibt eine gesellschaftliche Auseinandersetzung, die notwendig ist und auch vor Augsburg nicht Halt macht“, sagt Biederwolf. Es gehe außerdem nicht um eine reine „Anti-Pegida-Haltung“, sondern man wolle zeigen „was stattdessen nötig ist: eine solidarische Gesellschaft ohne Rassismus und Ausgrenzung – gerade in einer Stadt mit einem Migrantenanteil von über 40 Prozent.

Hoffnung auf bessere Rahmenbedingungen

Biederwolf glaubt, dass die Demonstrationen in ganz Deutschland Wirkung zeigen. „Pegida fällt es zunehmend schwer, ihr bürgerliches Mäntelchen aufrecht zu erhalten“, findet er. Die Kundgebung in Augsburg beginnt am 26. Januar um 18 Uhr auf dem Königsplatz. Zum Auftakt sprechen Vertreter mehrerer beteiligter Organisationen, danach folgt ein „Offenes Mikrofon“, bei dem jeder seine Meinung vertreten darf – allerdings zeitlich begrenzt und bar rassistischer Äußerungen.

Nun hoffen die Organisatoren nur noch, dass ihnen die Unbilden der ersten Veranstaltung erspart bleiben: Schneeregen, eine kaputte Verstärkeranlage und die Aktion „Augsburg tanzt Walzer“ am beleuchteten Kö – ebenfalls Menschen verbindend, aber als Parrallelveranstaltung auch schwierig für die Demo-Teilnehmer.

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