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Gaswerk

14.06.2018

Neuer Anstrich für rostigen Gaskessel

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Der 84 Meter hohe Gaskessel auf dem Gaswerk-Areal in Oberhausen hat sichtlich Rost angesetzt: Der Zylinder mit 20000 Quadratmetern Außenfläche muss in den kommenden Monaten sandgestrahlt und dann neu gestrichen werden. Er wird künftig geringfügig heller sein. So wollen die Stadtwerke verhindern, dass sich die Wände bei Sonneneinstrahlung zu stark erhitzen und Spannungen entstehen.

Am Industriedenkmal wird bis in den Dezember hinein gearbeitet. Kein Wunder, denn die Oberfläche entspricht der von drei Fußballfeldern. Für die Anwohner könnten die Arbeiten unerfreuliche Auswirkungen haben

Der 84 Meter hohe Gaskessel in Oberhausen muss in den kommenden Monaten von außen saniert werden. Dem Industriedenkmal aus dem Jahr 1954, das seit dem Jahr 2001 außer Betrieb ist, setzt von außen der Rost zu. Der Gaskessel wird dafür auf ganzer Höhe eingerüstet. Für die Anwohner können die Arbeiten, die bis Dezember dauern werden und am Montag, den 25. Juni starten, unangenehm werden: Um den alten Anstrich und den Rost zu entfernen, wird eine Spezialfirma mit Hochdruck-Sandstrahlern zugange sein. Vor allem, wenn sie in 80 Metern Höhe eingesetzt werden, dürfte der Lärm in Oberhausen und dem Bärenkeller zu hören sein. Mit speziellen Schallschutzmatten wollen die Stadtwerke versuchen, die Lärmentwicklung gering zu halten. Gearbeitet werden kann von 7 bis 18 Uhr. An Samstagen, so die Auflage des Umweltamtes, soll nach Möglichkeit Ruhe sein.

Die Stadtwerke nehmen rund 2,5 Millionen Euro für die Sanierung in die Hand. „Wenn wir jetzt nicht etwas tun, dann würde der Rost früher oder später den tragenden Teilen zusetzen, und dann wird es richtig teuer“, sagt Architekt Hans Koch von den Stadtwerken. Zudem soll das Gaswerk-Areal – momentan noch eine große Baustelle – ab dem kommenden Jahr mit Theater-Interim, Kulturpark und Modular kulturell genutzt werden. Darum sei es sinnvoll, die Sanierung des Gaskessels noch in diesem Jahr zu starten.

Im Gaskessel soll später einmal Platz für Konzerte und Ähnliches sein. Dazu muss er dann auch im Inneren umgebaut werden. Die 350 Tonnen schwere Scheibe, die im Inneren des Gasbehälters je nach Füllstand auf- und abwanderte und deren Gewicht für den nötigen Druck im Gasnetz sorgte, soll dazu in etwa zehn Metern Höhe fest aufgehängt werden, sodass ein Raum mit passender Akustik entsteht.

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Auch ein Abriss des Gaskessels war Anfang der 2000er Jahre geprüft worden (und hätte in etwa gleich viel gekostet wie die jetzt anstehende Außensanierung), kam aber wegen des Denkmalschutzes nicht infrage.

Dass die Arbeiten ein halbes Jahr dauern, liegt an der großen Fläche der Außenhaut, die aus mehr als 1800 genieteten Stahlblechen besteht. Mit rund 20000 Quadratmetern Außenfläche ist sie so groß wie drei Fußballfelder. Weil der alte Anstrich Blei und Zink enthält, muss unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet werden. Das Gerüst wird mit Planen komplett abgedeckt, sodass die Luft dort über Filter abgesaugt werden kann. Die jeweiligen Sanierungsabschnitte stehen dann während der Arbeiten unter Unterdruck, sodass keine Schadstoffe unkontrolliert nach außen dringen können.

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