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08.03.2009

Neuer Plan für Ersatz der Goggelesbrücke

Gut vier Jahre nach dem Abriss der Goggelesbrücke über die Wertach gibt es jetzt wieder Hoffnung für den baldigen Bau einer Nachfolgerin. Das Tiefbauamt hat seine Pläne für einen gut fünf Meter breiten Fußgänger- und Radlersteg fertig, der rund 800 000 Euro kosten soll. Ob der Plan aus den Amtsstuben je Realität wird, ist allerdings offen.

Wie sehr viele Augsburger an der alten Goggelesbrücke hingen, zeigt die Geschichte ihres Endes. Obwohl das Wehr vom Hochwasser angeschlagen war und bei einer neuerlichen Flut als Sicherheitsrisiko galt, stimmte der Stadtrat erst nach hitzigen Debatten einem Abriss zu. Das war im Februar 2004. Ein Jahr später musste es dann ganz schnell gehen. Mitte Februar brachen plötzlich große Teile aus dem Wehr, Experten warnten vor einem völligen Einsturz und Überflutungen.

Unter den Augen vieler Schaulustiger rückten die Bagger an und machten dem aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden Wehr den Garaus. Nur die Holzhütte auf der Krone des Dammes blieb erhalten - sie steht heute im Zoo.

Schon als die Brücke abgerissen wurde, gab es Pläne für einen Neubau. Bei einem Wettbewerb in den Jahren 2002/2003 hatte sich der Vorschlag der Planungsgemeinschaft MSP durchgesetzt, der schon damals über 1,3 Millionen Euro gekostet hätte. Heute dürfte diese Summe wegen der allgemeinen Preissteigerung noch höher liegen.

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Genau am Geld aber scheiterte der Neubau bislang schon. Trotz vieler Rufe aus der Bevölkerung, vor allem aus Pfersee, und eindeutiger Absichtsbekundungen im Stadtrat kniff die Stadt immer, wenn es ernst werden sollte. Sie stellte unter Hinweis auf ihre leeren Kassen keine Mittel zur Verfügung, um den Entwurf aus dem Wettbewerb in die Tat umzusetzen.

Die CSU hat es im Wahlprogramm versprochen

Jetzt stellt das Tiefbauamt eine eigene, deutlich günstigere Variante vor. Die Behörde will nun ihren eigenen Entwurf zur Grundlage des weiteren Vorgehens machen und hofft dafür auf den Segen der Stadträte im Bauausschuss. Die politischen Rahmenbedingungen sind nicht ungünstig, schließlich ist der Neubau der Brücke im Wahlprogramm der im Rathaus zusammen mit Pro Augsburg regierenden CSU verankert.

Ungemach könnte dem Brücken-Projekt allerdings vonseiten der Sieger des Planungswettbewerbs drohen. "Sollte der Amtsentwurf der weiteren Planung zugrunde gelegt werden, ist nicht ausgeschlossen, dass der erste Preisträger eventuell entgangenen Gewinn geltend machen wird," warnt Tiefbauamtschef Josef Weber im Vorfeld der Beratungen im Bauausschuss, die für kommenden Donnerstag angesetzt sind.

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