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06.07.2010

Neues Fahrzeug für die verletzte Psyche

Nicht nur für den Körper, auch für die Seele gibt es Erste Hilfe. Mit einem neuen Einsatzfahrzeug, einem Kleinbus, sind Mitarbeiter des Roten Kreuzes künftig vor Ort, um bei schweren Verkehrsunfällen, Katastrophen, Brand, Todesfällen oder gar Geiselnahmen Betroffene zu betreuen. Damit trägt das BRK auch der Entwicklung der vergangenen Jahre Rechnung: Die Anzahl der Zwischenfälle sei gestiegen. Abgeschirmt vom Trubel können bis zu fünf Betroffene nun im Fahrzeug betreut werden.

Der Einsatz soll in den ersten Stunden nach einem schlimmen Ereignis die Entstehung akuter psychischer Krisen verhindern. Diese können von schlimmen Unfällen, einem Überfall oder auch einer Todesnachricht ausgelöst werden. Der Kriseninterventionsdienst (KID) hilft den Betroffenen, sich zu sortieren und Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Rund 550 Einsätze dieser Art meldet das KID mittlerweile pro Jahr. Das Rote Kreuz arbeitet mit den Maltesern und der Notfallseelsorge zusammen. Der Einsatzbereich umfasst neben der Stadt Augsburg auch die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg. Die Finanzierung läuft über Spenden, auch das Fahrzeug wurde aus diesen Mitteln bezahlt. Die Helfer selbst - Interessierte aus der Bevölkerung - arbeiten ehrenamtlich. Sie werden vorab zum Kriseninterventionsberater ausgebildet.

"Und nur durch laufende Fortbildung, fachliche Begleitung und Supervision können die mitunter auch für die eingesetzten Mitarbeiter belastenden Situationen gut gemeistert werden", so Maria Fromme und Dr. Peter Harnischfeger, die das KID Team des Rotes Kreuzes ehrenamtlich leiten.

Nähere Informationen für Interessierte und Unterstützer beim Roten Kreuz unter Telefon 0821/90 60 777.

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