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Augsburg

23.07.2019

Neues Pflegestudium kommt an die Uni Augsburg

An der Uni soll ein neues Pflegestudium kommen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Gute Pfleger und Pflegerinnen werden händeringend gesucht. Neue Studienangebote sollen helfen. Die Universität Augsburg ist dabei, die Hochschule aber nicht.

Gute Pfleger und Pflegerinnen werden händeringend gesucht. Doch der Beruf hat ein Image-Problem, auch weil es nicht genug Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Neue Studienangebote an bayerischen Hochschulen sollen den Pflegeberuf attraktiver und fortschrittlicher machen. Die Uni Augsburg ist mit dabei – aber nicht sofort.

Wie Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler bekannt gab, wird es in einem ersten Schritt an sieben Hochschulen in Bayern zum Wintersemester 2020/21 neue Studienangebote in der Pflege geben. Bei diesen sogenannten „primär qualifizierenden Studiengängen“ werden alle Ausbildungsinhalte den Anforderungen der Berufsgesetze entsprechend an der Hochschule vermittelt. Sibler sagte, der Freistaat stemme sich damit gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. Mehr Hochschulangebote in diesem Bereich seien aber auch mit Blick auf den demografischen Wandel und den medizinischen Fortschritt wichtig.

So hoch ist der Bedarf an Studienanfängern

In Bayern liegt der geschätzte Bedarf bei rund 600 bis 800 Studienanfängern in der Pflege pro Studienjahr. Die Studienangebote sollen in drei Stufen an bayerischen Hochschulen eingeführt werden. Die ersten Standorte werden zum Wintersemester 2020/21 Deggendorf, Kempten, Nürnberg, München, Regensburg und Rosenheim sein. Die dortigen Hochschulen hätten schon einschlägige Erfahrungen mit dualen Pflegestudiengängen, so der Wissenschaftsminister.

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Ein Jahr später, ab dem Wintersemester 2021/22, sollen weitere Studienangebote in der Pflege in Augsburg und Würzburg folgen. Dort werden die Universitäten mit ihren medizinischen Fakultäten und Universitätskliniken eingebunden. In einer dritten Stufe sind weitere Hochschulen für angewandte Wissenschaften vorgesehen.

An der Uni Augsburg begrüßt man die Reform der Pflegeausbildung in Bayern. Der universitäre und akademische Ansatz sei zu befürworten. Uni-Pressesprecher Klaus Prem sagt, „Pflegende sollen auf wissenschaftlicher Basis für die Versorgung von Patienten an Kliniken und in der ambulanten Pflege vorbereitet werden.“ In Augsburg wollen die Medizinische Fakultät der Uni und auch das Universitätsklinikum die Reform unterstützen.

Was die Uni Augsburg vorhat

In Augsburg sind aber noch viele offene Fragen zu klären. Derzeit sei in der Diskussion, wie moderne und zukunftsorientierte Pflegestudiengänge in Augsburg ausgestaltet und umgesetzt werden können, so Prem. Besonderes Augenmerk solle auf die Möglichkeiten der „interprofessionellen Ausbildung mit Medizinstudierenden in der praktischen Ausbildung“ gerichtet werden.

Auch die Hochschule Augsburg hätte gerne ein Pflegestudium angeboten. Sie kam bei der Reform mit ihrem Konzept aber nicht zum Zug. Hochschulpräsident Gordon Thomas Rohrmair wollte sich zu den Gründen öffentlich nicht näher äußern. Er teilte auf Anfrage mit: „Wir freuen uns für die Universität Augsburg.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Neues Studienangebot: Die Pflege muss auf Augenhöhe mit der Medizin kommen

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