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Tiere

16.01.2018

Noch ein Zebrafohlen im Augsburger Zoo

Mutter Henrietta überraschte ihre Tierpfleger. Die 22-Jährige brachte dieses Fohlen in der Nacht auf Montag alleine zur Welt.

Stute Henrietta bringt einen kleinen Hengst auf die Welt. Dabei ist die 22-Jährige schon eine Zebra-Oma.

Bis zu 25 Jahre alt kann ein Zebra in Gefangenschaft werden. Mit ihren 22 Jahren zählt die Zebra-Dame Henrietta also schon zu den Großmüttern unter den Zebras. Nichtsdestotrotz ist sie in der Nacht auf Montag noch einmal Mutter geworden. Ganz alleine hat sie ihr Fohlen im Zoo auf die Welt gebracht.

Als die Tierpfleger mit ihrer Arbeit begannen, stand der kleine Hengst mit sicherem Stand und trockenen Fell neben seiner Mutter. „Wir wussten nicht, wie gut es laufen würde. Denn schließlich hatte sie 2008 ihr letztes Junges zur Welt gebracht“, sagt Direktorin Barbara Jantschke. Die lange Periode ohne Nachwuchs war eine Zwangspause. Der Grund: Das Zuchtprogramm europäischer Zoos hatte Augsburg eine Pause verordnet. „Die Jahre zuvor waren wir sehr erfolgreich in der Zebrazucht“, so Jantschke. Viele der Augsburger Tiere wurden an andere Zoos in Europa abgegeben. Die Zuchtpause ist nun beendet. Im Sommer 2016 stieß Hengst Goliath zur Herde dazu. Bereits im November kam die kleine Stute Kiana auf die Welt. „Wann genau die Jungen zur Welt kommen, kann man immer schwer sagen. Zebras sind ein Jahr trächtig“, erklärt Jantschke. Eigentlich hatte der Zoo mit der Geburt von Henriettas Kind bereits im Dezember gerechnet. Nun wurde es Januar. Jantschke: „Zuletzt hatte sie so einen runden Bauch, dass wir befürchteten, es werden Zwillinge.“

Den Namen suchen die Pfleger aus

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Den Namen des kleinen Hengstes sollen die Tierpfleger aussuchen. Die ersten beiden Tagen konnten Mutter und Sohn in vertrauter Zweisamkeit im Stall verbringen. Am Mittwoch wird der Kleine erstmals von seiner Mutter getrennt – jedoch nur für kurze Zeit. „Dann kommt der Tierarzt, gibt ihm eine Selen-Spritze und chippt ihn.“ In der afrikanischen Savanne würden Zebras auf natürlichem Weg beim Fressen genügend Selen aufnehmen, und zwar über die Gräser, die auf den Steppen Kenias oder Äthiopiens wachsen.

Zoobesucher können nun durch die Glasscheibe die beiden Zebrakinder und ihre Mütter anschauen. „Das ist natürlich eine ungünstige Zeit, Nachwuchs zu bekommen. Wenn es wärmer wird, darf der kleine Hengst auch einmal raus“, sagt Barbara Jantschke.

Allerdings erst einmal nur mit seiner Mutter. Seine Halbschwester Kiana ist ihm derzeit körperlich deutlich voraus. „Die würde ihn möglicherweise kaputtspielen. Sie sind recht ungestüm und haben einen großen Bewegungsdrang.“ Doch für einen ersten Spaziergang auf dem Afrika-Panorama des Augsburger Zoos muss das Wetter erst einmal besser werden. So lange bleibt das Zebra-Baby im warmen Stall. Wäre das Fohlen in der ursprünglichen Heimat der Grevy-Zebras in Afrika auf die Welt gekommen, dann wäre es dort auch nicht so kalt wie im Augsburger Januar.

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