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Augsburg

16.03.2020

OB-Wahl in Augsburg: Frau Weber, Herr Wurm – wie war der Tag danach?

In knapp zwei Wochen fällt die Entscheidung zwischen Eva Weber und Dirk Wurm.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus Eva Weber (CSU) und Dirk Wurm (SPD) gehen in die Stichwahl. Wir haben den beiden Kandidaten vier Fragen gestellt.

Nach einem spannenden Wahlabend stand am Sonntag fest: Es gibt eine Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters. Am 29. März haben die Augsburger die Wahl zwischen Eva Weber ( CSU) und Dirk Wurm ( SPD). Wie haben beide den Wahlabend verkraftet? Und wie gehen sie in den Wahlkampf? Wir haben sie gefragt.

Wie kurz war die Nacht nach der Wahl? Wann waren Sie im Bett und wann ging es weiter?
Eva Weber (CSU): Nach dem Abend im Oberen Fletz war ich noch im kleinsten Kreise etwas trinken. Um 12 Uhr nachts bin ich todmüde ins Bett gefallen.
Dirk Wurm (SPD): Die Nacht war kurz. Wir waren um 1 Uhr im Bett.

Was stand am Montag an?
Weber: Ich war um 8.30 Uhr im Büro und habe die Sitzung der Allianz für Wirtschaft im Rahmen der Bewältigung der Corona-Krise für Dienstag vorbereitet. Das ganze Wochenende habe ich dazu mit den Beteiligten – von den Kammern, der Arbeitsagentur, den Gewerkschaften bis zur Stadtsparkasse – telefoniert. Wir müssen jetzt Antworten auf die vielen Fragen der kleinen und großen Unternehmer und Arbeitnehmer in der Stadt geben.
Wurm: Bei mir ging es um 8.30 Uhr weiter. Am Vormittag besuchte ich alle Orte, an denen die Wahlhelfer die Stimmen auszählen, bedankte mich für ihren Einsatz. Ohne sie gäbe es diese Kommunalwahl nicht. Dann liefen Vorbereitungen des Krisenstabs zu Corona. Als Ordnungsreferent stehe ich voll in der Verantwortung und tue alles, um unsere Bürger bestmöglich zu informieren und zu schützen.

Bild: Silvio Wyszengrad

Wie läuft nun der Wahlkampf in den kommenden zwei Wochen und interessiert das die Leute angesichts von Corona überhaupt?
Weber: Der Wahlkampf rückt in den Hintergrund. Meine Aufgabe ist es, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu managen.
Wurm: Ich glaube, das Interesse ist trotz Corona da, denn die Demokratie ist nicht außer Kraft gesetzt. Und nachdem das öffentliche Leben stark eingeschränkt ist, ist das Interesse vielleicht sogar noch höher.

Was lässt Sie glauben, dass Sie in zwei Wochen das Rennen machen?
Weber: Ich bin sehr zuversichtlich, aber eine Wahl ist eine Wahl. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Bürger die Briefwahl wahrnehmen, auch wenn ich weiß, dass sie im Moment andere Dinge umtreiben.
Wurm: Weil ich überzeugt bin, dass unsere Stadt ein neues Klima des Miteinanders braucht, mit frischen Ideen und weitsichtigem Handeln. Im Übrigen siegen nicht immer die Favoriten, das ist wie im Sport. Dafür gibt’s viele Beispiele. Erinnern wir uns nur an den 19.10.19, FCA gegen FC Bayern...

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