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Augsburg

07.11.2019

Oberhausen: Pläne für neuen Treff auf dem Zeuna-Gelände

Noch laufen die Vorbereitungsarbeiten für das künftige Neubaugebiet Zeuna-Stärker. Ein Großteil der Industriegebäude ist bereits abgerissen, ein Teil bleibt erhalten.
Bild: Ulrich Wagner

Im Oberhauser Neubaugebiet soll ein Nachbarschaftszentrum entstehen. Stadtteilakteure sehen dafür großen Bedarf. Was sich die Stadt von der Einrichtung erhofft.

Noch ist es Zukunftsmusik. Aber konkrete Vorstellungen gibt es schon. Wenn auf dem ehemaligen Gelände von Zeuna-Stärker in Oberhausen künftig rund 1400 Menschen in einem neu entstehenden Wohngebiet leben werden, soll es für sie – und für Oberhausen allgemein – ein neues Nachbarschaftszentrum geben.

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Dieses Vorhaben wurde jetzt als Beschlussvorlage in den Jugend-, Sozial- und Wohnungsausschuss eingebracht. Das Nachbarschaftszentrum soll im künftigen Neubaugebiet zwischen Schönbach-, Diesel- und Äußerer Uferstraße rückwärtig zur Deutschen Rentenversicherung (DRV) angesiedelt sein. Sozialreferent Stefan Kiefer und Bernd Rebstein, Quartiersmanager für Oberhausen, erläutern die Hintergründe.

Oberhausen hat die höchste Migrationsquote

So habe sich gezeigt, dass in Oberhausen zwar mit den Familienzentren, dem Drei-Auen-Bildungshaus und dem Jugendzentrum, bereits wirksame Angebote bei der sozialen Jugend- und Familienarbeit etabliert sind – es fehle jedoch an Räumen, wo Angebote für andere Bevölkerungsgruppen gemacht werden sollen oder wo sie sich treffen können. „Primär soll dieses Nachbarschaftszentrum Begegnung und Teilhabe ermöglichen“, sagt Rebstein im Blick auch darauf, dass Oberhausen die stadtweit höchste Quote an Menschen mit Migrationshintergrund hat. Durch den Zuzug der Menschen ins Neubaugebiet Zeuna-Stärker sei es umso wichtiger, die bisherige Bevölkerung und die neue Bewohnerschaft miteinander zu verbinden.

Was brauchen die Menschen in Oberhausen? Dazu haben sich Quartiersmanager Rebstein und seine Kollegen intensiv vor Ort umgehört. „Wir planen nicht in den luftleeren Raum“, sagt er. Gehört wurden unter anderem der Runde Tisch Soziales in Oberhausen, die Arge Oberhausen, die unterschiedlichen Vereine und Arbeitskreise, die sozialen Einrichtungen, auch die Bildungsträger im Stadtteil. Um den Bedarf eines solchen Nachbarschaftszentrums auszuloten, waren auch städtische Ämter und Referate mit eingebunden.

Oberhausen: Pläne für neuen Treff auf dem Zeuna-Gelände
29 Bilder
Bilder vom Zeuna-Stärker Areal in Oberhausen
Bild: Silvio Wyszengrad

In Oberhausen sind Treffpunkte weggefallen

Deutlich wurde bei diesen Gesprächen vor Ort, dass bisherige Treffpunkte in Oberhausen weggefallen sind – etwa durch den Rückbau von Pfarrheimen wie St. Martin und aktuell die Schließung des Bildungshauses Löweneck bis auf Weiteres aufgrund der Generalsanierung der Schule. Vor allem fehlt ein multifunktionaler, größerer Veranstaltungsraum im Stadtteil. Einen solchen, mit Platz für bis zu 200 Personen, soll das Nachbarschaftszentrum haben. „In jeder Diskussionsrunde ist der Bedarf für einen großen Raum für Versammlungen und Veranstaltungen genannt worden“, heißt es in der Beschlussvorlage. Auch habe man auf die Notwendigkeit einer großen Küche für die integrative und nachbarschaftliche Arbeit im Stadtteil hingewiesen.

Als offener Begegnungsort für alle Bürger sollen hier künftig niederschwellige Begegnungs-, Teilhabe- und Beratungsangebote stattfinden, etwa offene Mittagstische, interkulturelle Feste, integrative Aktivitäten oder generationenübergreifende Projekte. Letzteres ist ein Grundgedanke der Mehrgenerationentreffpunkte in der Stadt – einen solchen gibt es seit einiger Zeit in Oberhausen nicht mehr. Das Nachbarschaftszentrum könnte diese Lücke füllen. Auch für Gruppen und Vereine des Stadtteils sollte das Nachbarschaftszentrum zur Verfügung stehen.

Umsetzung des Nachbarschaftszentrums dauert noch

Zusammengefasst spricht Sozialbürgermeister Kiefer von sogenannten Ermöglichungsräumen, die damit geschaffen werden. Es wird dauern, bis die Pläne umgesetzt werden. „Wir sind noch ein Stück weit vom ersten Spatenstich entfernt“, meint Kiefer. Die ersten Schritte seien getan.

Lesen Sie dazu auch: Hier sollen Wohnungen für 1400 Menschen entstehen

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