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Ohne Zuwanderer geht es nicht

Kommentar Von Jürgen Marks
31.05.2018

Jürgen Marks befasst sich damit, was immer mehr Senioren und Zuwanderer für die Region Augsburg bedeuten.

Die neuen Berechnungen des Landesamtes für Statistik lassen die Menschen im Großraum Augsburg schon mal in die Zukunft blicken. Und die wird auf den ersten Blick nicht allen gefallen.

Denn Stadt und Land werden in 18 Jahren deutlich anders aussehen als heute. Vor allem zwei Trends bringen Herausforderungen mit sich: Die Zahl der Älteren und der Zuwanderer wird wachsen.

Den steigenden Seniorenanteil haben wir selbst verursacht. Es werden im Vergleich zu den Babyboomer-Jahren zu wenige Kinder geboren. Daran kann die Kommunalpolitik wenig ändern. Aber sie kann viel dafür tun, die Region für den Zuzug junger Familien attraktiver zu machen und damit dem Trend entgegenzuwirken.

Die Aufgaben sind: Jobs schaffen, Schulen sanieren, Kinderbetreuung optimieren. Da ist in den vergangenen Jahren viel geschehen. Alleine knapp 400 Millionen Euro werden für Schul-Renovierungen und Neubauten ausgegeben. Gut so.

Dass die Geburtenraten zuletzt wieder stiegen, hat mit dem Trend zur Migration zu tun. Zuwanderer bekommen mehr Kinder als Bayern. Und das wirft ein Schlaglicht auf eine ungemein wichtige Aufgabe: Die Integration von Ausländern. Wenn sie in Arbeitsmarkt und Gesellschaft ankommen, werden sie ein Gewinn für unser Land sein. Das wird auch in der Region Augsburg viel Geld kosten und je nach Herkunft Geduld erfordern.

Aber ohne Zuwanderung junger Menschen wird die Wachstumsregion Augsburg nicht funktionieren. Das sollte jedem spätestens auf den zweiten Blick klar sein.

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Die Diskussion ist geschlossen.

04.06.2018

>> Dass die Geburtenraten zuletzt wieder stiegen, hat mit dem Trend zur Migration zu tun. <<

Nein, die Steigerung findet in allen Gruppen statt.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-03/geburtenrate-deutschland-anstieg-statistisches-bundesamt

"Die Geburtenziffer lag damit insgesamt bei 1,59 Kindern je Frau. Das ist der höchste seit 1973 gemessene Wert. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag die Ziffer bei 1,46, bei ausländischen Frauen bei 2,28. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit knapp unter dem Durchschnitt von 1,6 Kindern pro Frau."

Die Migration nach Deutschland ist aktuell überwiegend männlich; hier braucht es klar steuernde Eingriffe. Nur junge Männer mit eher geringem Bildungsstand helfen uns im Zeitalter der Digitalisierung sicher nicht.

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