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Neuheit in Augsburg

11.05.2016

Otter und Biber schwimmen im Zoo

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2 Bilder
Neugierig erkundet dieses Fischotterweibchen seine neue Heimat im Augsburger Zoo. Zusammen mit einem weiteren Otterweibchen kam es vor kurzem aus Zürich. Sobald sich die Tiere eingewöhnt haben, sollen sie so trainiert werden, dass sie nicht nur in der Dämmerung aktiv werden.

Der Förderverein finanziert eine neue Wasserlandschaft mit Tieren. Jetzt wurde die Anlage eröffnet. Es gibt viel zu sehen.

Noch haben sie keine Namen. Die beiden Fischotter sind gerade erst aus der Schweiz eingetroffen. Nun erkunden sie neugierig ihr Revier in der neuen Anlage für Biber, Otter und heimische Fische im Augsburger Zoo. Das weitläufige Gehege ist kurz vor den Pfingstferien fertig geworden. Am Donnerstag war Eröffnung. Zoodirektorin Barbara Jantschke freut sich über einen weiteren Besuchermagneten.

Die neue Anlage ist gegenüber dem Steinbockhügel zu finden. Sie wurde vom Freundeskreis für den Zoo finanziert. Mit Baukosten von rund 600 000 Euro sei sie das bislang größte Projekt des Fördervereins, sagt Vorsitzender Herbert Mainka.

Zwei Teiche und ein Wasserlauf

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Auf Besucher wartet eine Erlebniswelt zu Wasser und zu Lande. In zwei Teichen, die über einen Wasserlauf versorgt werden, tummeln sich Biber und Otter in ihrem natürlichen Lebensraum. Dort gibt es Sandinseln, Baumstämme, Wurzelstöcke und eine Biberburg. Zwischen den beiden Teichen führt eine Besucherplattform zum „Lech-Haus“.

Dort sind Schlafquartiere für die Tiere untergebracht. Sie sind durch Glasscheiben einsehbar. Darüber hinaus gibt es drei große Aquarien, in denen heimische Fische schwimmen.

Neue Fischotter

Fischotter sind eine neue Tierart im Zoo. In freier Natur kann man sie in Bayern nur noch ganz selten beobachten. Die stark gefährdete Marderart gilt als größtes heimisches Süßwasserraubtier. Die beiden Weibchen in Augsburg stammen aus dem Züricher Zoo.

Besucher müssen sich allerdings darauf einstellen, dass Fischotter erst in der Dämmerung aktiv werden. „Sie reagieren aber sehr gut auf Spielzeug“, sagt Jantschke. Sie sollen so trainiert werden, dass sie dreimal täglich bei einer „kommentierten Fütterung“ zu sehen sind.

Öffentliche Nachtführungen

Nebenan im zweiten Teich leben zwei junge Biber. Gerhard Schwab, Bibermanager für Südbayern beim Bund Naturschutz, hat sie an den Zoo abgegeben. Die beiden wurden 2015 als verlassene Babys in einem Fluss gefunden. Schwab hat sie aufgezogen, so dass sie an Menschen gewöhnt sind. Er ist zuversichtlich, dass man auch die nachtaktiven Biber an Fütterungen während des Tages gewöhnen kann. Eine Möglichkeit für Beobachtungen gibt es bei den öffentlichen Nachtführungen. Sie finden jeden letzten Freitag im Monat bis August statt.

Die heimische Fische in den drei Aquarien kommen vom Bezirk Schwaben. Die ersten Exemplare aus der Region von Lech und Wertach sind schon da, weitere sollen hinzukommen.

3,5 Millionen Euro gesammelt

Oberbürgermeister Kurt Gribl freut sich, dass der Freundeskreis die neue Attraktion möglich machte. Der städtische Zoo sei nicht nur ein gutes Freizeitangebot, er habe auch einen Bildungsauftrag, so Gribl. „Stadtkinder werden mit der Natur in Berührung gebracht.“ Pro Jahr machen rund 14 000 Besucher bei Führungen mit. Dort bekommen sie Informationen über die Lebensbedingungen der Tiere und Probleme des Artenschutzes.

Der Freundeskreis hat inzwischen 3,5 Millionen Euro an Spenden für Neubauten im Zoo aufgebracht. Die Stadt zahlt einen Betriebskostenzuschuss, aber keine Investitionen. „Wir würden gerne mehr tun“, sagt Gribl, die finanziellen Möglichkeiten der Stadt seien aber beschränkt.

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