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Jazzklub

12.10.2015

Paris lässt sie nicht mehr los

In erstklassiger Besetzung präsentierte sich Stephanie Lottermoser mit ihrem Quartett. Heimlicher Star des Abends war Bassist Ludwig Klöckner mit seinem ideenreichen Spiel.
Bild: Eric Zwang-Eriksson

Stephanie Lottermoser brachte von dort ihr Songbook mit

Paris gilt als die Stadt der schönen Künste, Muse für Maler, Autoren und Musiker. Wer diese Weltstadt einmal erlebt hat, den lässt sie nicht mehr los. Die 1983 in Wolfratshausen geborene Saxofonistin und Sängerin Stephanie Lottermoser kann nicht nur ein Lied davon singen. Einen ganzen Abend gestaltete sie mit ihrem „Paris Song Book“ im ausverkauften Jazzklub.

2013 hatte Stephanie Lottermoser einen sechsmonatigen Stipendien-Aufenthalt an der „Cité Internationale des Arts“ in Paris, ein Atelier- und Wohnkomplex für Künstler, absolviert. Sechs Monate, während derer eine Sammlung an Texten und Kompositionen entstanden ist, die unter dem Titel „Paris Song Book“ im März dieses Jahres auf CD zur Veröffentlichung kam. In erstklassiger Besetzung präsentierte die 33-Jährige die Lieder nun auch live. Mit Jan Eschke an Flügel und Keyboards hatte Lottermoser einen wahren „Meister der tausend Töne“ im Gepäck. Mit vielen Noten und doch sensibel im Einsatz derselben agierte Eschke als perfekter Counterpart zum lyrisch-poppigen Saxofonspiel der Bandleaderin. Christoph Buhse am Schlagzeug hingegen ein „Meister der Klarheit“, der, einer gut geschmierten Maschine gleich, gradlinig durch die Tunes pumpte, dass es eine wahre Freude war. Als heimlicher Star des Abends aber entpuppte sich Ludwig Klöckner am E-Bass. Seine versierte, ideenreiche und völlig neuartige Art, das Instrument zu bedienen, verheißt eine große Zukunft.

Oberflächlich gehört fiele es nicht schwer, die Musik von Stepanie Lottermoser mit dem Etikett „Smooth Jazz“ zu belegen. Doch das ist zu einfach. Denn es sind die Feinheiten, die Nuancen, die Lottermosers Musik aus dem Gros der Smooth Jazz Gemeinde hinaushebt, ihn gleichermaßen Jazzklub-tauglich macht. Pop mischte sich in das anspruchsvolle Gebräu, das den Smooth Jazz mit Elementen des modernen Jazz-Spiels vereinte. Das Wechselspiel zwischen gesungenen und rein instrumentalen Stücken tat sein Übriges zum facettenreichen Erscheinungsbild des Stephanie-Lottermoser-Quartetts.

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