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Augsburg

11.02.2019

Parkplätze an der Messe sorgen bei Autofahrern für Ärger

Luftbild afa
2 Bilder
Zwei große Parkplätze gibt es an der Messe in Augsburg. Trotzdem läuft es nicht immer reibungslos.
Bild: Ulrich Wagner

Für Besucher, die mit dem Auto zur Augsburger Messe kommen, stehen zwei Parkplätze zur Verfügung. Stellflächen gäbe es genug, dennoch gibt es oft Ärger.

Die Anzeigetafel an der Ausfahrt Messe auf der B17 zeigt am Samstagnachmittag „Staugefahr“ wegen der Immobilien Tage und der Messe „Bau im Lot“ an. Tatsächlich aber läuft der Verkehr reibungslos, auch auf den Messeparkplätzen gibt es keine Wartezeiten. Das war am vergangenen Wochenende während der Augsburger Frühjahrsausstellung (afa) anders. Zeitweise standen die Autos kilometerweise auf der B17 und an der Messe herrschte Parkchaos.

Immer wieder kommt es an der Messe zu Parkproblemen, bemängeln die Geschäftsführer der afag-Messegesellschaft Thilo und Henning Könicke. Denn die beiden großen Parkplätze südlich und nördlich der Messe sind nicht in einer Hand, sondern gehören zum einen der Stadt Augsburg und zum anderen der Messe Augsburg. „Der Verkehr wird nicht kontrolliert den Parkplätzen zugeführt“, sagt Thilo Könicke. Aus seiner Sicht wäre es dringend geboten, die Parkplätze unter einem Betreiber zusammenzufassen, der dann die Verkehrsströme lenken könnte.

Afag fordert einen Betreiber für beide Parkplätze

Er ärgert sich, dass der Besucherzorn die afag als Messeausrichter treffen würde, obwohl sie für die Situation nichts könnte. „Wir sind nicht Herr über die Parkplätze“ betont er. Für die afa habe man kostenlose Parkplätze im Umfeld mit einem Shuttle-Service zur Verfügung gestellt, die über die Medien und soziale Netzwerke beworben wurden. Schilder an der Messe, die die Autofahrer zu den Parkplätzen geleitet hätten, waren aufgrund der „dynamischen Situation“ nicht möglich, erklärt er. Es gebe Gespräche mit der Stadt, die allerdings von der Zusammenlegung der Parkplätze nichts hören wolle.

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Von der zuständigen Bürgermeisterin und Wirtschaftsreferentin Eva Weber heißt es, die Parkplatzsuche sei grundsätzlich jedem freigestellt. Der nördliche Messeparkplatz mit 1200 Stellplätzen sei ein Privatparkplatz, der von der Messe Augsburg betreut werde. Der südliche Parkplatz mit 1400 Plätzen sei ein öffentlicher, grundsätzlich gebührenfreier Parkplatz der Stadt Augsburg, der bei Großveranstaltungen zu einem gebührenpflichtigen Parkplatz umfunktioniert werde.

Verkehrsprobleme zur afa hatten mehrere Ursachen

Das Verkehrschaos zur afa hatte mehrere Ursachen. Zum einen fand parallel zur Frühjahrsausstellung am Wochenende in der Halle 7 des Messezentrums ein Kreativmarkt statt, der viele Besucher anzog. Am Sonntag kamen ab der Mittagszeit auch noch auf der B17 stadtauswärts fahrende Fußballfans hinzu, die ebenfalls zum Stau beitrugen. Und dann war auch noch das Parkleitsystem auf der Friedrich-Ebert-Straße defekt.

Ein Parkwächter des MP-Sicherheitsdienstes, der an diesem Tag auf dem Messeparkplatz die Autofahrer einwies, berichtet von chaotischen Szenen. „Die Autofahrer versuchten in den wegen Überfüllung geschlossenen Parkplatz zu fahren und mussten dann wenden.“ Dadurch hätte sich der Verkehr massiv zurückgestaut. Er erklärt das übliche Vorgehen vor der Messe: „Wenn hier voll ist, schließen wir den Platz und öffnen den Parkplatz gegenüber vor dem PCI. Wenn dort dicht ist, füllen wir wieder die Restplätze auf dem Messeparkplatz auf. Zu den Kollegen auf der anderen Seite der Friedrich-Ebert-Straße habe man keinen Kontakt und könne sich auch nicht absprechen.

Nachdem sie zwei Kilometer im Stau stand, ist Uschi Wagner auf dem Weg zur afa wieder umgedreht und nach Hause gefahren. „Als Rollstuhlfahrerin war mir klar, da finde ich eh nichts mehr“, sagt die Besucherin. Dafür hat sie bei der „Bau im Lot“ jetzt einen Behindertenparkplatz direkt vor dem Eingang bekommen. „Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und haben mir den Platz zugewiesen“, lobt sie.

Bei "Bau im Lot" und den "Immobilientagen" läuft alles glatt

Auch andere Besucher haben an diesem Tag kein Problem zu parken, obwohl die Plätze gut gefüllt sind. Franziska Hay hat mit ihren drei Kindern und der Schwiegermutter im Süden geparkt und ist über die Brücke zur Messe gelaufen. „Man muss damit rechnen, ein Stück zu gehen, deshalb habe ich ja einen Kinderwagen“, sagt die Mutter. Erstaunt war sie allerdings, dass sie auf dem Südparkplatz nicht abkassiert wurde, während die Besucher vor der Messe fünf Euro fürs Parken bezahlen mussten. In der Tat ist an diesem Nachmittag auf dem städtischen Parkplatz kein Parkwächter zu sehen, obwohl ein Schild besagt, dass das Parken während der Messe fünf Euro kostet. „Das war letztes Jahr genauso, drum sind wir gleich hierher gefahren“, sagt ein Familienvater.

Dass es auch anders geht, zeigen die Messen „Interlift“ und „Grindtec“ sagt Thilo Könicke. Bei diesen Messen wird der südliche Parkplatz an die Messe Augsburg vermietet, so dass die afag beide Flächen koordinieren kann. „Da können wir uns mit unseren Vorschlägen durchsetzen“, betont der Geschäftsführer. Zum Beispiel, dass die Autofahrer erst bei der Ausfahrt zur Kasse gebeten werden. Denn dadurch entfielen die Rückstaus bei der Einfahrt. Eine gewisse Wartezeit bei der Heimfahrt sei eher zumutbar.

Lesen Sie hier den Kommentar von Fridtjof Atterdal: Messeparkplatz: Lösung aus einer Hand muss her

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.02.2019

Mehr öffentlicher Nahverkehr! Bessere Bewerbung der Linie 9 ( heißt auch das die Linie 9 in der SWA App bei Messe angezeigt wird) kostenlose Fahrt zur Messe, Streckenverlauf immer vom Hauptbahnhof zur Messe, Shuttel vom DB Halt Messe.

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09.02.2019

Augsburg ist offensichtlich die einzige Messestadt, wo alle mit dem Auto hinfahren wollen...

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09.02.2019

Wenn man nicht gerade in Augsburg wohnt, aus dem Umland kommt ( und das sind viele Besucher) fährt man halt mit dem Auto, oder wie den sonst?

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11.02.2019

….gibt ja bald die Luft Taxis!

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