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Augsburg

30.04.2019

Peek & Cloppenburg gibt der Viktoriapassage einen Schub

Das Modehaus Peek&Cloppenburg bleibt dem Standort in der Bahnhofstraße treu. Die Viktoriapassage wird nun entsprechend umgebaut. Peek&Cloppenburg bleibt Ankermieter.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Das Modehaus Peek & Cloppenburg bleibt in Viktoriapassage in Augsburg. Neue Mieter kommen dazu. Für die Annastraße ist das ein Rückschlag.

Die Nachricht liefert die Antwort auf gleich zwei Fragen, die den Augsburger Handel schon lange umtreiben: Wie geht es mit der immer leerer werdenden Viktoriapassage am Hauptbahnhof weiter? Und wann kehrt wieder Leben ins ehemalige Woolworth-Gebäude in der Annastraße ein? Der Schlüssel ist Peek & Cloppenburg. Das Modegeschäft hat angekündigt, der Viktoria-Passage treu zu bleiben. Aktuell wird das Einkaufs-Haus nahe des Hauptbahnhofs saniert; für die Zeit danach stehen bereits neue und zusätzliche Mieter fest. Gleichzeitig steht nun auch fest, dass Peek & Cloppenburg nicht in die Annastraße zieht. Seit fast zehn Jahren steht dort ein großes und zentrales Geschäftshaus leer. Die Hoffnung ruhte bis zuletzt auf Peek & Cloppenburg. Nun wird der Leerstand wohl fürs Erste bleiben, denn das Unternehmen hat sich anders entschieden.

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Peek & Cloppenburg überlegt lange

Der Umzug des Modehauses vom Bahnhof in die Annastraße war eine jahrelange Hängepartie. Seit Dienstag herrscht nun Klarheit. Erst offenbarte die Lüder Unternehmensgruppe ihre Pläne für die Viktoriapassage, dann lieferte Peek & Cloppenburg auf Anfrage die Erklärung. Das Modehaus sei seit 1984 in der Bahnhofstraße eine „zentrale Anlaufstelle“ für die Kunden und wolle am etablierten Standort bleiben: „Nach erfolgreichen Gesprächen mit dem Eigentümer der Immobilie konnte der Mietvertrag langfristig verlängert werden“, erklärte das Unternehmen. Nach Informationen unserer Redaktion ist die Stadt über diesen Schritt des Unternehmens bereits informiert worden. Für die Viktoriapassage ist das eine gute Nachricht.

Umbau der Viktoriapassage hat begonnen

Sie hatte sich zuletzt immer weiter geleert. Die Eigentümer kündigten einen Umbau an und starteten diesen, es gab zunächst aber keine genaueren Angaben zu den Plänen. Nun ist klar: Peek & Cloppenburg hat auch während des Umbaus geöffnet und bleibt der sogenannte Ankermieter, so die Lüder Unternehmensgruppe. Das Modehaus soll also auch in Zukunft das Zugpferd sein. Hinzu kommen weitere Mieter. Die Firma Globetrotter werde als großer Outdoor-Spezialist für Naturaktive, ebenso wie die Sparkasse, DB-Park, Schubert-Bäcker und ein Biomarkt die Passage mit neuem Leben füllen. Nicht erwähnt wurde das Fitness-Studio Fit/One, das auf seiner Internetseite allerdings die Adresse der Passage als künftigen Standort nennt. Wann die erneuerte Passage starten soll, ist noch nicht klar. Nach der Eröffnung des Helio mit dem Kino Cinestar wird es dann in Hauptbahnhofsnähe zwei große Passagen geben. Während der Schritt von Peek & Cloppenburg den Neustart der Viktoriapassage perfekt macht, bedeutet er für die Annastraße wieder einmal Warten.

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Dort gibt es den den größten Leerstand in der Augsburger Innenstadt. Seit dem Auszug von Woolworth im Dezember 2009 hat sich kein Nachmieter für das Gebäude gefunden. Die Immobilie gehört mittlerweile Peek & Cloppenburg. Das Modeunternehmen hat über eine Grundbesitz-Firma das Haus erworben. Was hat das Unternehmen damit vor? „Peek & Cloppenburg plant derzeit nicht, ein zweites Verkaufshaus in Augsburg zu eröffnen.“ In der Annastraße plane das Unternehmen weiterhin, ein mehrgeschossiges Gebäude zu entwickeln. Es handle sich um ein langfristiges Bauprojekt, das eine nachhaltige Flächenkonzeption benötige, so das Unternehmen. Aufgrund dessen könnten die Planungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wie zu erfahren ist, gehört das Gebäude in der Annastraße weiter Peek & Cloppenburg. Das Unternehmen trennt offenbar das Modegeschäft von den eigenen Immobilien ab. Daher stellt sich die Frage, welche neuen Pläne künftig für die Annastraße entwickelt werden könnten. Es tauchen Spekulationen auf, ob womöglich eine Art Innenstadt-Hotel in dem Objekt interessant sein könnte.

Lesen Sie auch den Kommentar: Die Annastraße ist vorerst der Verlierer

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