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21.03.2016

Personalrat sieht Uni-Klinik mit Vorbehalten

Schwering nennt Licht- und Schattenseiten

Klinikums-Personalratsvorsitzende Hildegard Schwering sieht die für 2018 geplante Umwandlung des kommunalen Krankenhauses zur staatlichen Uni-Klinik mit gemischten Gefühlen. „Für die Bevölkerung wird es dadurch keine bessere medizinische Versorgung geben, weil wir ja jetzt schon ein Krankenhaus mit maximaler Versorgungsstufe sind“, so Schwering bei einem Besuch von SPD-Bundestagsabgeordneten der bayerischen Landesgruppe am Klinikum.

Große Krankenhäuser wie das Klinikum seien strukturell unterfinanziert, so Schwering in Richtung der Politiker. Schwering kritisiert gleichwohl die Anregung des Freistaats, die Ausgliederung der Dienstleistungsbereiche wie Reinigung und Küche zu prüfen. Mitarbeiter, die ohnehin schon wenig verdienen, würden noch schlechter gestellt. „Altersarmut ist da programmiert.“ Insofern habe die Uni-Klinik, die für die Region insgesamt Vorteile bringe, „Licht- und Schattenseiten“.

Bruno G. Wirnitzer, Leiter der Geschäftsstelle des Vorstands und Chef der Akademie für Gesundheitsberufe, bezeichnete den Weg zur Uni-Klinik als „große Herausforderung, von der wir uns viel versprechen“. Was die Personalgewinnung betrifft, sei die Situation bundesweit schwieriger geworden. „Beim Pflegepersonal ist es bei uns inzwischen problematisch, aber nicht dramatisch wie anderswo.“ Gleichwohl gebe es weniger Bewerber als früher. (skro)

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