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Augsburg

07.02.2018

Pfarrer Nawa zeigt Gemeinde seine Heimat

Auch in seiner deutschen Heimat Augsburg hält Pfarrer Alfred Nawa von Don Bosco im Herrenbach die polnische Fahne hoch.
Bild: Annette Zoepf

Polen in acht Tagen von Posen bis Breslau: Kontaktpflege bei einer besonderen Reise ins Land von Papst Johannes Paul II. im Mai.

Der christliche Mensch ist für Alfred Nawa „ein Suchender, ein Pilgernder“. Der Pfarrer von Don Bosco im Herrenbach hat dabei die Erfahrung gemacht, dass die Pflege von Gemeinschaft ein wichtiger Faktor beim „Finden und Ankommen“ sein kann. Deshalb will er im Frühjahr mit Gemeindemitgliedern und Interessierten anderer Pfarreien zu einer Reise nach Polen ins Land von Papst Johannes Paul II. (†) aufbrechen, um ihnen so seine Heimat näherzubringen. Die Wahl des Reiseziels lässt sich leicht erklären: „Mit Sentiment“, sagt er, „mit der Sehnsucht nach der Sprache und dem anderen Denken.“

Seit 2014 in Augsburg

Etwa dreimal im Jahr tritt Alfred Nawa die Heimreise an, obwohl er seinerzeit nach Deutschland kam, weil er „unbedingt Deutsch lernen“ wollte. Seit 2014 ist der 51-Jährige jetzt in Augsburg zu Hause und ist für die Pfarreiengemeinschaft Don Bosco und St. Wolfgang im Spickel zuständig. Davor war er zehn Jahre in Aindling eingesetzt, das an Größe und Arbeitsaufkommen stetig zunahm. Auch von dort aus brach er einmal im Jahr mit einer Gruppe zu einer gemeinsamen Reise auf. Dies will er eigentlich auch an seiner aktuellen Einsatzstelle beibehalten.

Trotz der räumlichen Nähe beider Länder macht er kulturelle Unterschiede aus. In Deutschland kommt ihm „alles perfekt organisiert“ vor, wenn manches durch die vielen Vorschriften auch hemmend auf ihn wirke. Das Leben in Polen wirke hingegen etwas „spontaner“. Das Land befinde sich momentan in einer Phase der Veränderung: Es entwickle sich. Der vorherrschende Bauboom sei sicher der EU zu verdanken. Doch weil er stolz auf seine Heimat sei, wolle er bei der bevorstehenden Reise ihre Stärken und ihre Kultur zeigen.

Die Pfarrreise wird am Samstag, 19. Mai, beginnen und in acht Tagen über Posen, Gnesen, Warschau, Tschenstochau, Krakau bis Breslau führen. Momentan bestehe die Reisegruppe aus einem Dutzend Mitreisender, sagt Nawa, der betont: „Jeder kann sich uns anschließen.“ Auch wenn es seiner Meinung nach in der Stadt schwieriger sei, die Mitfahrer zu finden, so geht er doch davon aus, dass sich 30+ für die Polen-Tour zusammenfinden werden.

Die schwarze Madonna

Tschenstochau, der neben Lourdes und Fatima wichtigste Wallfahrtsort Europas, wird im Reiseprogramm als spirituelle Hauptstadt des Landes angekündigt. Unter anderem werde das vom heiligen Lukas gemalte Gnadenbild der „Schwarzen Madonna“ zu sehen sein. Der in Lubliniec geborene Nawa war 30 Kilometer davon entfernt aufgewachsen. Bis heute lebe seine Mutter noch dort, während die Schwester Polen mittlerweile ebenfalls verlassen habe. Kurz vor der Heimreise besuchen die Augsburger unweit der Stadt Breslau noch das Grab der heiligen Hedwig in Trebnitz, die als Schutzpatronin Polens verehrt wird. Genannt wird sie laut Alfred Nawa auch die heilige Hedwig von Andechs am Ammersee. Sie gelte als Vorbild christlicher Nächstenliebe, habe Klöster gegründet und Kirchen bauen lassen. Der Überlieferung zufolge soll sie selbst im Winter barfuß gegangen sein. Ihr Beichtvater habe sie daraufhin ermahnt, Schuhe zu tragen. In Darstellungen trägt sie die Schuhe, ebenso wie die Kirche, in der Hand. Hedwig ist die Patronin von Niederschlesien. Der Pfarrausflug soll laut Nawa auch in Don Bosco zu einem festen Element im Jahr werden.

Kontakt Wer an der Reise teilnehmen möchte, erhält im Pfarrbüro von Don Bosco nähere Auskünfte unter Telefon 0821/552144.

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