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Kriegshaber

12.09.2018

Pfarrer hört Einbrecher in seiner Kirche

Polizei im Einsatz: Hundertfach werden die Beamten in Bayern pro Jahr zu Einbrüchen und Diebstählen in Kirchen gerufen. Die Zahl der Delikte ist konstant.
Bild: Malte Christians, dpa (Symbolbild)

Es war ein Zufall, dass er im Garten war. Von dort aus hörte Pfarrer Gerhard Groll am Dienstag verdächtige Geräusche in der Kirche. Die Polizei rückte an und wurde fündig.

Wäre das Wetter nicht so schön gewesen, hätte Pfarrer Gerhard Groll wahrscheinlich gar nicht gehört, dass Einbrecher in der Kirche St. Thaddäus in Kriegshaber sind. So aber nutzte er am Dienstag den Spätsommerabend und saß im Garten. Das war „reiner Zufall“, sagt er – in diesem Fall ein glücklicher. Denn gegen 21.45 Uhr hörte er verdächtige Geräusche und rief die Polizei. Sie rückte schnell und mit großen Aufgebot an. „Das war beeindruckend“, sagt Groll.

Junge Männer hatten ein Kreuz dabei

Die Beamten suchten die Kirche ab – auch mit Hilfe eines Hundes. Kirche, Unterkirche, Turm, Dachgeschoss – laut Polizei war es wegen der vielen Räume eine schwierige Suche. Etwa eine Stunde später fanden die Beamten zwei junge Männer. Ein 16-Jähriger und ein 26-Jähriger hatten sich dort versteckt – mit „ihrem bereits vorbereiteten Diebesgut“, steht im Polizeibericht. Laut Pfarrer Groll handelte es sich dabei um ein Altarkreuz, das die beiden aus der Unterkirche mitnahmen. Sie hatten sich zuvor wahrscheinlich in der Kirche einsperren lassen. (mb)

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